LITERARISCHES LEBEN. DATENBANK ZU DEN DEUTSCHSPRACHIGEN LäNDERN 1945-2000. Projektbericht http://www.literarischesleben.uni-goettingen.de

Abstract

The Internet-database Literary Life reflects the growing interest in interdependencies between literary production, reception and communication in relation to other fields and discourses. It aims to encourage occupation with and research on all aspects of literary life in the German-speaking countries from 1945 up to the present time. Provided is information on a variety of subjects such as literary prizes and exhibitions, literary debates and scandals, forms and aspects of political engagement of writers or the activities of institutions of the literary field. The form of presentation refrains from giving information bound in narrative structures, thus enabling the user to organize, combine and select materials according to the requirements of the particular question asked. The article gives further insight into problems and advantages of the database's design as well as its technical realization.

Welche Prozesse, in denen die Berufung auf ›Kunstfreiheit‹ eine Rolle gespielt hat, hat es in der Bundesrepublik Deutschland gegeben? Wie nimmt sich demgegenüber die Geschichte der Zensur und der Restriktionen aus? In welchen literarischen Debatten der Nachkriegszeit hat der Antisemitismusvorwurf eine Rolle gespielt? In welchen Bereichen haben Schriftsteller sich in den 80er und 90er Jahren politisch engagiert, und inwiefern ändern sich Form und Anspruch dieses Engagements? Ist Hans Werner Richters Zeitschriftenprojekt Skorpion 1947 nur aus politischen Gründen gescheitert, oder könnte auch die Papierknappheit nach dem Krieg eine Rolle gespielt haben? Mit welchen anderen Literaturzeitschriften hätte es konkurrieren müssen? Wie unterscheidet sich die Literaturförderung in den deutschsprachigen Ländern, und lassen sich Niederschläge dieser unterschiedlichen Förderungspraxis in der literarischen Produktion dingfest machen?

Fragen wie diese stehen nur selten im Mittelpunkt des literaturwissenschaftlichen Interesses. Sie zielen auf etwas, das mit einem zunächst umgangssprachlichen Begriff als ›literarisches Leben‹ bezeichnet werden kann. Im Zuge des hier vorgestellten Projekts werden darunter jene Strukturen und Prozesse verstanden, die in komplexen Gesellschaften literarische Kommunikation ermöglichen und beschränken. Mögliche Fragestellungen nach dieser Bestimmung zielen vornehmlich auf die ›Rahmenbedingungen‹, die sozialgeschichtlichen Kontexte von Literatur, auf Phänomene wie Literaturkritik, Literaturförderung und Literaturpreise, auf die Geschichte von Schriftstellervereinigungen, die Arbeit von literarischen Gesellschaften und Literaturarchiven, aber auch auf Phänomene der benachbarten gesellschaftlichen Felder, die mit dem literarischen Feld in Wechselwirkung stehen. Wenn sie von der Literaturwissenschaft als einer Textwissenschaft in den Blick genommen werden, erscheinen diese ›Rahmenbedingungen‹ oft nur als unverbindlicher ›Hintergrund‹, von dem die Texte sich schließlich durch ihre Literarizität abheben.

Doch sind auch die literarischen Texte als privilegierte Objekte der literaturwissenschaftlichen Aufmerksamkeit stets eingebunden in eine Vielzahl situativer Kontexte und können je nach Perspektive auf die ausdifferenzierten gesellschaftlichen Teilsysteme, verschiedenen Felder und Diskurse verschieden gelesen werden.[1] Zudem ist ihre Semantik abhängig von der jeweiligen historischen und lokalen Situierung. Die prominente Frage nach der Zahl der deutschsprachigen Literaturen zum Beispiel lässt sich allein aus den literarischen Texten heraus kaum beantworten. Ein Blick auf die jeweiligen nationalen Kontexte zeigt, dass den Nationen als eingegrenzten »imagined communities«[2] in vielerlei Hinsicht als einem kommunikativen Rahmen für literarische äußerungen mehr Bedeutung zukommt, als im ›postnationalen‹ Zeitalter und in Zeiten der Verlagskonzentration angenommen werden könnte. Zu beobachten sind zum Beispiel unterschiedliche nationale »Sprachen der Vergangenheiten«[3], unterschiedliche Grenzen der gesellschaftlichen Toleranz für Provokationen und unterschiedliche quasi-rituelle Reaktionen auf entsprechende Grenzüberschreitungen. Auch wird, wer etwa nach politischem Engagement von Literaten 1968 in österreich sucht, dort andere Formen des Protests finden als in der BRD. Mit Blick auf die Verlagssituation lassen sich zudem in österreich und der Schweiz je verschiedene (und verschieden erfolgreiche) Bemühungen beobachten, eigene Literaturverlage für die eigene Literatur zu gründen.[4] Eine grundsätzliche ökonomische Konzentrationsbewegung im Verlagswesen lässt sich nicht von der Hand weisen, doch führt diese Monopolisierung – wie ein Blick auf die österreichischen und deutschen Bestsellerlisten zeigt – nicht notwendig auch zum selben Leseverhalten.

Ohne Zweifel ist das Interesse an der Kontextualisierung literarischer Texte seit längerem im Steigen begriffen.[5] Der allerdings immer noch zu konstatierende Mangel an Arbeiten zu Phänomenen des deutschsprachigen Literarischen Lebens nach 1945 ließe sich zumindest teilweise auf Vorbehalte der Fachdisziplin gegenüber der Gegenwartsliteratur zurückführen. Auch scheinen die Entstehungskontexte von Literatur nach 1945 nicht im selben Maße wie diejenigen älterer Texte erklärungsbedürftig. Zudem aber, so eine Vermutung, fehlt ein Arbeitsinstrument, das die Zusammenhänge in ihrer Komplexität veranschaulichen und einen ersten Zugang zu entsprechenden Daten ermöglichen würde. Fragt man beispielsweise, etwa mit Blick auf Rolf Hochhuths Stellvertreter, nach literarischen Provokationen im kulturellen Feld, die religiöses Empfinden verletzen, ließe sich einerseits vermuten, dass deren Zahl und Intensität über die Jahre abnimmt, aber auch, dass dieser Prozess in verschiedenen Ländern von verschiedenen Punkten seinen Ausgang genommen hat. Wo aber könnte eine Recherche, die dieser Frage nachgehen wollte, ihren Ausgang nehmen?

Seit dem Jahr 2000 wird – finanziert durch die StiftungNiedersachsen und die KulturStiftung der Länder – an der Universität Göttingen in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung Göttingen[6] eine Internet-Datenbank für die akademische wie nicht-akademische Nutzung entwickelt, die ein entsprechendes Arbeitsinstrument zur Entwicklung solcher Fragestellungen und ein erster Ausgangspunkt für die Forschungen zu ihrer Beantwortung sein soll.[7] Die Leitung des Projekts liegt bei Professor Wilfried Barner.

Entstanden ist es in einem pragmatischen Zusammenhang: Im 12. Band der Geschichte der deutschen Literatur im Verlag C.H. Beck gelten ausführliche Kapitel dem ›literarischen Leben‹ nach 1945.[8] Bei der Suche nach entsprechenden Vorarbeiten zeigte sich, dass nur punktuell auf ausführlichere Studien und Materialsammlungen zurückgegriffen werden konnte.[9] Insbesondere eine breite Sammlung von Daten, die einen Ausgangspunkt für die eigene Arbeit bieten konnte, war nicht greifbar, sondern musste erst aus disparaten Quellen kompiliert werden. Bei den Planungen im Vorfeld des Projekts war zunächst an einen konventionellen Ergänzungsband zur Literaturgeschichte gedacht. Bald war jedoch klar, dass die wünschenswerte Datenfülle zwischen zwei Buchdeckeln kaum angemessen Platz finden würde (gegenwärtig rund 16.600 kalendarische Einträge, 8.300 Publikationen, 3.100 Preisverleihungen, 13.100 Personen). Vor allem wäre sie durch kein denkbares Register ähnlich handhabbar geworden wie durch die Erfassung in einer Datenbank, die einer größtmöglichen Vielfalt potentieller Benutzerinteressen Rechnung tragen kann.[10]

Die Datenbank baut auf dem damals gesammelten, inzwischen aber erheblich erweiterten Datenmaterial auf. Somit enthält sie Einträge zu den Institutionen und Praktiken des literarischen Feldes, Informationen zu Buchmarkt, Zensurwesen, Literaturkritik, Preisen und Literaturförderung, Aktivitäten von Schriftstellervereinigungen, internationalen Literaturbeziehungen, Literaturstreiten und -skandalen sowie zu literarischen Trends und Moden, aber auch zu öffentlichen Debatten sowie Daten des politischen und des ökonomischen Feldes, die in Wechselwirkung mit dem literarischen Feld stehen. Die Einträge sollen Orientierung auch jenseits bisher kanonisierter Ereignisse bieten und möglichst unterschiedliche Kontextualisierungen anregen. Der Perspektive auf das literarische Leben im oben genannten Sinn entsprechend, aber auch aus Gründen der Praktikabilität werden jedoch keine Inhalte der Publikationen indiziert. Repräsentiert sind die Themen literarischer Texte allerdings bisweilen in Einträgen zu öffentlichen Diskussionen, die durch sie ausgelöst wurden.

Gearbeitet wird mit Quellen, die sich als Beobachtungsinstanzen verschiedener Ordnung qualifizieren lassen. Zeitgenössisch stehen Quellen wie Manifeste neben Zeitungsberichten, daneben werden aber auch Chroniken und literaturgeschichtliche Studien ausgewertet. Neben Ereignissen, die von den Zeitgenossen für bedeutsam gehalten wurden, stehen damit auch Informationen, die erst in der Retrospektive als bedeutsam wahrgenommen werden. Unterschiedslos werden darum Ereignisse in die Datenbank aufgenommen, die bei den Zeitgenossen oder Nachgeborenen Aufmerksamkeit erregt haben, oder denen zumindest für denkbare Fragestellungen ein Potential an Bedeutsamkeit zugeschrieben wird. Die einzelnen Einträge werden möglichst neutral formuliert, da sie von einer Einbindung in bereits interpretierte Kausalzusammenhänge frei gehalten werden sollen.

Eine weitere Recherche wird durch das Material der Datenbank leider für diejenigen nicht obsolet, die an zitierfähigen Informationen interessiert sind. Denn in vielen Fällen müssen die Informationen der Datenbank aus verschiedenen Quellen kompiliert werden. Zu einem Ereignis werden neben Ort und Datum – so weit es die Quellenlage ermöglicht – Informationen über beteiligte Personen, Themen der Diskussionen oder die mit dem Ereignis verbundenen Debatten und ähnliches gesammelt. Oft findet sich in den Quellen aber auch nicht mehr als eine Information, die das Potential hat, eine Spur zu werden. So ist die Datenbank ein erster Ausgangspunkt zur Orientierung und für Recherchen. Ausführlichere Bibliographien zu den benutzten Quellen werden jedoch im weiteren Verlauf der Arbeit auf die Seite gestellt.

Darüber hinaus wird die Datenbank auch eine breite Auswahl bibliographischer Angaben zur zeitgenössischen literarischen Produktion zugänglich machen. Bereits seit August 2000 sind Daten im Internet ohne Zugangsbeschränkung kostenlos abrufbar; die Zugriffsstatistiken (derzeit circa 240 Anfragen pro Tag) sind Ausweis für das Interesse an dem Projekt. Seit November 2003 ist ein breiter Datenbestand für die Jahre 1945 bis 2000 erfasst und die technische Realisierung weit gehend abgeschlossen. Seitdem wird das bisher erarbeitete Datenmaterial für die Jahre bis 2000 vertieft und zu bestimmten Themenkomplexen – wie etwa zur Rezeption der Migrationsliteratur, zu Preisverleihungen oder literarischen Debatten – systematisch ergänzt, zunächst mit Hilfe der Bestände der Göttinger Dokumantationsstelle zur deutschsprachigen Literatur nach 1945 (Leitung: Professorin Irmela von der Lühe), dann aber auch auf der Basis der Bestände der Autorendokumentation der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, deren bis in die unmittelbaren Nachkriegsjahre zurückreichender reicher Bestand an Zeitungsartikeln zu unterschiedlichsten Bereichen des Literarischen Lebens dem Projekt zugänglich sein wird, sowie unter Auswertung digitalisierter Zeitungsbestände, die von der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen zur Verfügung gestellt werden. Nach und nach sollen dann auch im Zuge dieser Arbeitsgänge erstellte, themenspezifische Bibliographien von Zeitungsartikeln auf der Homepage des Literarischen Lebens abgerufen werden können. Außerdem soll die Datenbank um aktuelle Daten ab 2001 fortlaufend erweitert werden. Dem Medium angemessen sowie für Benutzer wünschenswert wäre sicherlich die Einbindung von Ton- und Bildzeugnissen sowie von ausgewählten Texten; dazu müssten allerdings Antworten auf urheberrechtliche und finanzielle Fragen gefunden werden.

Technische Realisierung der Datenbank

Dem Entwurf der Datenbank ist das gegenwärtig dominierende relationale Datenmodell[11] zu Grunde gelegt, das von den meisten freien und kommerziellen Datenbankmanagementsystemen unterstützt wird. Die Datenmodellierung zur Festlegung der Relationen (Tabellen), Attribute (Felder) und Verknüpfungen (Beziehungen) resultierte in einem Set von 45 Tabellen. Diese können grob in vier Stammtabellen – entsprechend den vier inhaltlichen Schwerpunkten »Ereignisse«, »Personen«, »Publikationen« und »Literaturpreise« – sowie 41 Auxiliartabellen unterschieden werden. Die große Zahl an Tabellen rührt vornehmlich daher, dass die Normalisierung[12] der Relationen konsequent durchgeführt wurde. Dadurch werden Redundanzen vermieden und die damit verbundene Gefahr von inkonsistenten Daten minimiert. Ein Nachteil besteht darin, dass auf Grund der Verteilung der Daten auf eine größere Anzahl Tabellen der Aufwand bei der Datensuche höher und die Performanz schlechter sein kann.

Die Datenstruktur wurde zunächst unter Microsoft Access implementiert. Access bietet sich an, weil es weit verbreitet und unkompliziert zu bedienen ist, vor allem aber, weil die Möglichkeit der Verwendung bedienerfreundlicher Formulare zur Datenerfassung besteht. Bei der Eingabe beispielsweise eines kalendarischen Eintrags werden die unterschiedlichen dazugehörigen Informationen in unterschiedlichen Tabellen-Feldern erfasst: Neben einem ausformulierten Texteintrag, der das Vorkommnis beschreibt, werden in anderen Tabellenfeldern angelegte Orte, Staaten, der Zeitpunkt, beteiligte Personen und Schlagworte mit diesem Texteintrag verknüpft. Mit einem Access-Formular lässt sich diese Dateneingabe bequem über eine einheitliche Bedienoberfläche vornehmen, ohne dass die komplexe Tabellenstruktur von den Bedienern vollständig erfasst werden müsste: Die Verteilung der eingegebenen Daten auf die zutreffenden Tabellen besorgen im Formular integrierte Programme. Zu jeder der oben genannten Stammtabellen wurde ein spezielles Eingabeformular entwickelt, sowie weitere Formulare für Kontrolle und Verifikation. Um die Handhabung der Formulare möglichst komfortabel, aber auch sicher gegen Fehlbedienung zu machen, wurden dafür umfangreiche Visual Basic Programme (Visual Basic for Applications) geschrieben.

Damit mehrere Personen gleichzeitig an der Datenbank arbeiten können, wurde von der Access-Datenbank eine Reihe von Replikaten hergestellt, deren Daten in regelmäßigen Zeitabständen in eine zentrale Instanz, den »Design-Master«, eingelesen und miteinander synchronisiert werden.

Formular

Die Datenbank im Internet

Wenn auch die Access-Datenbank bei der Datenerfassung große Vorteile bietet, stellt sie für die langfristige Datenhaltung und die Veröffentlichung der Daten im Internet keine optimale Lösung dar. Als Plattform für das »Deployment in the Web« ist ein High-End Datenbanksystem, wie es mit Oracle in der GWDG zur Verfügung steht, die bessere Wahl. Es zeichnet sich durch hohe Zuverlässigkeit und Datensicherheit aus. Darüber hinaus sichern bei der GWDG bewährte Backup-Verfahren mehrstufig die Oracle-Datenbankinhalte in die räumlich entfernt stehende Library eines Magnetband-Roboters. Mit »PL/SQL« besitzt Oracle zudem eine mächtige und gleichwohl relativ leicht zu erlernende Programmiersprache, die für die Entwicklung Web-basierter Datenbankabfragen hervorragend geeignet ist.

Abgesehen von Unterschieden in den Feldtypen entspricht die Tabellenstruktur dieses Projektes unter Oracle derjenigen in Access. Die Daten lassen sich problemlos über die ODBC-Schnittstelle[13] von Access in die Oracle-Tabellen übertragen. Diese übertragung wird in regelmäßigen Abständen vorgenommen, sobald eine wesentliche Menge neuer Daten mit Access erfasst und validiert ist. Der Vorgang, der das Leeren aller Oracle-Tabellen, den Transfer der Daten von Access nach Oracle, und die Erstellung der Suchindices in Oracle umfasst, bringt es mit sich, dass die Datenbank für eine bestimmte Zeitspanne (circa eine Stunde) nicht beziehungsweise nur eingeschränkt online zur Verfügung steht. Da dies nur in größeren zeitlichen Abständen geschieht, ist dieses Manko sicher akzeptabel.

Die html-Seiten für den Zugriff auf die Oracle-Datenbank Literarisches Leben sind durchweg dynamisch, das heißt sie werden von Computerprogrammen (in diesem Fall PL/SQL-Programmen) jeweils ad hoc generiert. Dies trifft nicht nur auf die Anzeige der Suchergebnisse zu, sondern auch auf die Suchformulare. Deren Inhalt wirkt zwar meist durchaus statisch, er muss aber im Bedarfsfall, zum Beispiel zur Ausgabe von Fehlermeldungen, flexibel modifizierbar sein.

In den meisten Suchmasken kommt JavaScript (zur Erweiterung der html-Funktionalität) zum Einsatz; Datenbankbenutzer müssen folglich einen JavaScript-fähigen Web-Browser verwenden. Mit Hilfe von JavaScript werden zum Beispiel die Sucheingaben der Benutzer noch vor dem Absenden der Suchanfrage auf formale Fehler überprüft und gegebenenfalls Fehlermeldungen ausgegeben. JavaScript dient ferner dazu, verschiedentlich Fenster mit Auswahllisten einzublenden; bei der Schlagwortsuche ist es unverzichtbar zur Realisierung einer hierarchischen Auswahlliste der verfügbaren Schlagworte.

Der Datenbankbenutzer ruft schließlich in seinem Web-Browser die Webseite mit der Suchmaske auf, das heißt, er startet auf dem Datenbankserver das Programm zur Erzeugung der Suchmaske. Such-Abfragen werden vom Webserver, genauer vom Oracle Internet Application Server (iAS), der auf einem eigenen UNIX-Rechner läuft, entgegengenommen und als Anfrage an die Oracle Datenbank weitergeleitet. Hier wird je nach Suchansatz das jeweilige PL/SQL-Programm (Stored Procedure) angestoßen, welches sich seinerseits die gewünschten Informationen aus den Datenbanktabellen beschafft. Die Ergebnisse stellt das PL/SQL-Programm in Form von html-Code zusammen und liefert es über den Webserver an den anfragenden Client aus.

Schlagwortsuche

Einige Aspekte der Programmierung

Während der Entwicklung der PL/SQL-Programme für die Datenbanksuche zeigte sich, dass manche der erfassten Daten unzweckmäßig für eine effiziente Datensuche sind, zum Beispiel bei der Datierung von Ereignissen. Hierzu können je nach Quellenlage oder der zeitlichen Ausdehnung des Ereignisses Angaben beliebiger Bestimmtheit in der Datenbank gespeichert werden, von der exakten Datumsangabe mit Tag, Monat und Jahr für Beginn und Ende eines Ereignisses bis zu einer bloßen Jahresangabe. Dies erschwert die Programmierung einer »Zeitraum-Suche« (Suche nach Ereignissen in einem bestimmten Zeitraum) erheblich. Die Lösung besteht hier darin, alle ›unvollständigen‹ Datumsangaben in sinnvoller Weise zu komplettieren. Aus einer Datierung wie zum Beispiel »Mai 1960« wird der Zeitraum 1.5.1960 - 31.5.1960 abgeleitet, aus »1946« wird 1.1.1946 - 31.12.1946. Diese abgeleiteten Datumsangaben werden in zusätzlichen Tabellenfeldern der Datenbank gespeichert und ermöglichen nun eine elegante und effiziente Datenbanksuche nach Ereignissen innerhalb frei gewählter Zeiträume.

Wenn bei einer Suchabfrage viele Tabellen einbezogen werden müssen, besteht die Gefahr, dass die Programme für die Datenbanksuche komplex und ineffektiv werden. Das gilt insbesondere für die Kombinierten Suchen. Hier wurde so verfahren, dass die relevanten Daten aus verschiedenen Tabellen(feldern) in einer eigens angelegten zusätzlichen Tabelle zusammengeführt wurden, so dass Suchvorgänge nur noch in dieser einen Tabelle stattfinden müssen. Die Suchprogramme können deshalb kompakter ausfallen und ihre Ablaufgeschwindigkeit ist höher. Erkauft wird dieser Vorteil damit, dass nun ein Teil der Daten redundant gehalten wird.

Ein wichtiger Gesichtspunkt bei der Entwicklung der Suchverfahren betrifft die Frage des Sucherfolgs. Der Benutzer sollte die Möglichkeit haben, eine ›unscharfe‹ Suche mit nicht exakt festgelegten Suchbegriffen vorzunehmen. Dies wird erreicht, indem zum einen Jokerzeichen (›Wildcards‹) in Suchbegriffen zugelassen sind. Zum anderen wird durch den Einsatz des Oracle-Tools Intermedia Textsuche eine beträchtliche Erweiterung der Suchmöglichkeit erreicht. So spielt, um nur einige Vorteile zu nennen, die Groß-/Kleinschreibung des Suchbegriffs oder die Schreibweise von Umlauten (zum Beispiel ›ä‹ beziehungsweise ›ae‹) keine Rolle mehr. Ferner erlauben Suchoperatoren wie »AND«, »OR« oder »NOT« die logische Kombination von mehreren Suchbegriffen, und mit dem Operator »?« kann die Suche auf ähnlich lautende Worte ausgedehnt werden.

Mögliche Abfragen

Die dargestellte Aufarbeitung der Daten ermöglicht es, mit Hilfe verschiedener Suchmasken das Material nach ganz spezifischen Gesichtspunkten zu durchsuchen. Die Datenbank ermöglicht dabei bei einfacher Bedienung eine außergewöhnlich komfortable Bereitstellung von Informationen zu recht konkreten Interessengebieten, aktuelle Daten und notwendige Korrekturen können dabei jederzeit eingefügt werden.

Die ›einfachen Suchen‹ liefern Ergebnisse unterschiedlicher Kategorien (zum Beispiel Buchtitel, kalendarische Ereignisse oder Preisverleihungen), gefiltert nach jeweils einem Einschränkungskriterium. Kalendarische Ereignisse lassen sich abfragen nach einem spezifischen Zeitraum, wobei zwischen einer integrierten Ausgabe und einer nach Ländern getrennten Ausgabe unterschieden werden kann (Suche nach Ereignissen in einem Jahr, beziehungweise nach Ereignissen in einem frei gewählten Zeitraum), oder nach beliebigen in einem Kalendariumseintrag enthaltenen Begriffen (Volltextsuche). Außerdem können mit Hilfe einer hierarchischen Schlagwortliste Einträge abgefragt werden, so zum Beispiel alle Einträge zu »Schriftstellervereinigungen«, einschränkend alle Einträge zu institutionalisierten »Schriftstellerverbänden«, bis hin zur genauen Ausgabe aller Daten zum Beispiel zum »Verband deutscher Schriftsteller (VS)« (Schlagwortsuche). Mit der Personensuche können alle in der Datenbank enthaltenen Einträge zu einer bestimmten Person (Ereignisse, an denen sie beteiligt war, Preise, die sie erhalten hat, Publikationen, an denen sie beteiligt ist) abgefragt werden. Die Publikationssuche ermöglicht es, durch Eingabe des Titels einer Publikation Informationen zu Büchern, Zeitschriften, Literaturverfilmungen et cetera abzufragen. Schließlich können noch Preisverleihungen in einem Jahr und Informationen zu Vergabekriterien, Stiftungsdatum, Dotierung et cetera zu einem bestimmten Literaturpreis abgefragt werden.

Die Formulierung komplexerer Fragestellungen wird vor allem durch die ›kombinierten Suchen‹ möglich, in denen das eigentliche Potential der Datenbank liegt. Hier können die Nutzenden die unterschiedlichsten Einschränkungskriterien miteinander kombinieren und somit eine Fülle spezifischer Anfragen stellen. So lassen sich – natürlich mit Blick auf die unumgänglichen Einschränkungen in Hinblick auf Vollständigkeit und Repräsentativität der in die Datenbank aufgenommenen Ereignisse – zum Beispiel Hinweise auf all jene Literaturstreite abrufen, in denen der Antisemitismusvorwurf eine Rolle spielte; gesucht werden kann auch nach Bestsellern in einem bestimmten Zeitraum, nach Ausstellungen zu bestimmten Dichtern, nach Preisen, die eine bestimmte Publikation erhalten hat, nach Engagement von Schriftstellerinnen im Zuge der Debatte um die Stationierung von Mittelstreckenwaffen in der BRD oder nach den deutsch-deutschen Literaturbeziehungen in den 70er Jahren.

Konsequenzen der Darstellungsform

Durch die dargestellte Aufarbeitung des Datenmaterials stehen die Einträge – ähnlich wie in annalistischer Geschichtsschreibung[14] – als freie Elemente zur Verfügung, die je nach Zusammenhang, in den sie gestellt werden, Bedeutung erlangen können. Mit einer derart frei operationalisierbaren Menge von Daten, deren Zusammenhang (etwa nach nationalen, personalen oder städtespezifischen Gesichtspunkten) durch Suchabfragen variabel generiert werden, können bestimmte Darstellungsprobleme, die bei linearen Texten oder Hypertexten mit begrenzten Lektürewegen entstehen, umgangen werden. So sahen sich etwa die Herausgeber des entsprechenden Bandes der Sozialgeschichte der deutschen Literatur[15] im Hanser-Verlag genötigt, der Darstellung der österreichischen und schweizerischen Literatur zwei eigene angehängte Kapitel zu widmen, die nun gesondert neben den sonst sachlich geordneten Abschnitten zu den beiden deutschen Literaturen (in die freilich die prominenten Schriftsteller österreichs und der Schweiz aufgenommen wurden) stehen. Für die Datenbank stellt sich dieses Problem nicht: Die Abfragen können sehr wohl das Kriterium der Nationalität berücksichtigen oder mit kulturtopographischen Vorstellungen operieren, aber sie sind nicht darauf festgelegt, sondern können je nach Bedarf etwa auch zeitraum- oder personenspezifisch gestellt werden. Ein (im Gegensatz zum Hypertext allerdings explizites) Angebot zur Gliederung des Datenmaterials durch die Bearbeiter erfolgt gleichwohl, etwa durch die bereits dargestellte Verknüpfung der Einträge mit – hierarchisch geordneten – Schlagworten. Bei eindeutigen Ereignisfolgen verweisen die Einträge zum Teil im Text auch explizit auf andere Einträge in der Datenbank. Die Aufbereitung des Materials in einer Datenbank gewährt dem Benutzer somit Freiheiten in der Wahl der Lektürewege, die jene hypertextueller Repräsentationsformen noch übersteigen könnten.[16] Dass die explizite mediale Verdeutlichung von Kausalitäten und Wirkungsrelationen zwischen einzelnen Ereignissen dabei zwangsläufig in den Hintergrund tritt – einerseits im Interesse der freien Kontextualisierbarkeit, andererseits aber auch mit Blick darauf, dass die Datenbank weniger Wirkungszusammenhänge in Forschungshypothesen präsentieren, als der Orientierung und Entwicklung neuer Fragestellungen dienen will – sollte dadurch aufgewogen werden.

Natürlich wäre es dennoch illusorisch, davon auszugehen, die Aufbereitung des Materials im Medium Datenbank böte einen ›autorfreien‹ Text. Das Prinzip der inhaltlichen Verschlagwortung von Ereignissen und die damit verbundenen unausweichlichen Unschärfen, sowie die zwangsläufig wertende Darstellung etwa von Debatten und Skandalen fallen bei der Frage nach der allein schon durch das Medium suggerierten ›Objektivität‹ des Dargestellten ins Gewicht. Und auch bei Vermeidung der wertenden Darstellung von Ereignissen ist doch allein die Auswahl der aufgenommenen Ereignisse ein interpretativer Akt. Nutzer der Datenbank werden zum Beispiel schnell feststellen, dass sich das Datenmaterial vor allem auf die mittels der Institutionen und Praktiken des Feldes als ›hohe Literatur‹ kanonisierte Texte und Autoren bezieht – ein Blick auf die Bestsellerlisten verdeutlicht die zur Genüge bekannten Unterschiede zwischen dem in der Literaturkritik, dem im akademischen Diskurs und dem in seiner breiten Rezeption durch Bestsellerlisten dokumentierten Textkorpus.

Enttäuscht werden muss die vielleicht schon durch das Medium entstehende Suggestion, die Abfrageergebnisse könnten (zum Beispiel statistische) Repräsentativität für bestimmte Teilbereiche (etwa das Ausstellungswesen) beanspruchen. Der zu Grunde gelegte weit gefasste Begriff des ›Literarischen Lebens‹ bringt es mit sich, dass so disparate Ereignisse wie kulturpolitische Entscheidungen, Theaterskandale, Phänomene des akademischen Betriebs oder literarische Ausstellungen in Stadtbibliotheken in den Blick rücken. Einer wie auch immer gearteten Vollständigkeit steht damit – ganz abgesehen vom Problem der beschränkten Arbeitskapazität – die übergroße Menge von Material entgegen, das je nach (auch zukünftigen) Fragestellungen zu Phänomenen des literarischen Lebens Relevanz gewinnen kann. Hinzu kommt in vielen Bereichen die problematische Quellenlage. Auf Grund der disparaten Informationen in einzelnen Bereichen und zu einzelnen Ereignissen muss das Datenmaterial notwendig heterogen, teilweise auch unvollständig bleiben. Das Projekt bescheidet sich damit, die Existenz bestimmter Debatten und ähnliches anzuzeigen, kann aber weder Vollständigkeit noch auch nur annähernd erschöpfende Tiefenschärfe der dargestellten Ereignisse erreichen. Die Datenbank hat jedoch ihren Zweck erfüllt, wenn über eine erste Orientierung hinaus auf Grund der Informationen ein Interesse geweckt wird beziehungsweise der Impuls zu weiteren Nachforschungen entsteht.[17]

Ein Projekt wie dieses ist in besonderem Maße auf die Mitarbeit der Nutzenden angewiesen – Korrekturen und Ergänzungen, Anregungen und Kritik sind daher jederzeit willkommen. Sie können per e-mail an die Bearbeiter gerichtet, beziehungsweise auch im neuerdings eingerichteten »Forum« diskutiert werden. Wir danken allen, die bereits per E-Mail durch Fragen, Ergänzungen und Anregungen zur Verbesserung des Projekts beigetragen haben.

Roland Baier/Gesa Frömming/Burkhard Heise/Claudius Sittig (Göttingen)

Gesa Frömming/Claudius Sittig
Projekt Literarisches Leben
Seminar für Deutsche Philologie
Käte-Hamburger-Weg 3
37073 Göttingen
www.literarischesleben.uni-goettingen.de

gefroemming@yahoo.de
Claudius.Sittig@phil.uni-goettingen.de


Dr. Roland Baier/Burkhard Heise
Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG)
Am Fassberg
37077 Göttingen
http://www.gwdg.de

gwdg@gwdg.de


(24. März 2004)
[1] Vgl. Niklas Luhmannn: Die Kunst der Gesellschaft. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1995; Pierre Bourdieu: Die Regeln der Kunst. Genese und Struktur des literarischen Feldes. Frankfurt. M.: Suhrkamp 1999; Michel Foucault: Die Ordnung des Diskurses. Inauguralvorlesung am Collège de France, 2. Dezember 1970. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1977.
[2] Vgl. Benedict Anderson: Imagined Communities. Reflections on the Origin and Spread of Nationalism. London: Verso 1983.
[3] Vgl. Ruth Wodak u.a. (Hg.): Die Sprachen der Vergangenheiten. öffentliches Gedenken in österreichischen und deutschen Medien. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1994.
[4] Vgl. Michael Klein (Hg.): österreichische Literatur von außen. Personalbibliographie zur Rezeption der österreichischen Literatur in deutschen und schweizerischen Tages- und Wochenzeitungen 1975-1994. Innsbruck: Innsbrkcer Zeitungsarchiv 1994 (Innsbrucker Veröffentlichungen zur Alltagsrezeption 1).
[5] Vgl. z.B. das Projekt des New Historicism (zuletzt Catherine Gallagher/Stephen Greenblatt: Practicing New Historicism. Chicago: University of Chicago Press 2000; Jürg Glauser/Annegret Heitmann (Hg.): Verhandlungen mit dem New Historicism. Das Text-Kontext-Problem in der Literaturwissenschaft. Würzburg: Königshausen & Neumann 1999).
[6] <http://www.gwdg.de> (22.1.2004).
[7] <http://www.literarischesleben.uni-goettingen.de> (22.1.2004). Zu den jetzigen und früheren Mitarbeitern des Projekts zählen und zählten Anna Maria Ahsbahs, Katrin Angrick, Jutta Arzberger, Henning Bobzin, Désirée Bourger, Annabel Falkenhagen, Gesa Frömming, Julia Berenike Herrmann, Gerrit Hoche, Ingo Kieslich, Michael Kruhöffer, Silke Schomaker, Anne-Kathrin Schmucker, Claudius Sittig, Isabelle Sprang, Anne Valk und Insa Wilke. Von Seiten der GWDG arbeiten und arbeiteten an dem Projekt Roland Baier, Anne-Katrin Hillebrand und Torsten Unruh. Wir danken der Stiftung Niedersachsen und der Kulturstiftung der Länder sowie dem Seminar für Deutsche Philologie und der Universität Göttingen für ihre Unterstützung.
[8] Vgl. Wilfried Barner (Hg.): Geschichte der deutschen Literatur von 1945 bis zur Gegenwart. München: Beck 1994 (Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis zur Gegenwart, Bd. XII), dort im Vorwort S. XVIIIf. [Zweite, aktualisierte Auflage in Vorbereitung].
[9] Vgl. z.B. Sammelbände zu Literaturstreiten wie etwa Thomas Anz (Hg.): »Es geht nicht um Christa Wolf«. Der Literaturstreit im vereinten Deutschland. München: Edition Spangenberg 1991; Oskar Negt (Hg.): Der Fall Fonty. Ein weites Feld von Günter Grass im Spiegel der Kritik. Göttingen: Steide 1996; vgl. auch Heinz Ludwig Arnold (Hg.): Literarisches Leben in der Bundesrepublik. Stuttgart: Reclam 1974; ders. (Hg.): Literaturbetrieb in der Bundesrepublik Deutschland. Ein kritisches Handbuch. München: Text & Kritik 21981; die drei Bände Dokumente zur Kunst-, Literatur- und Kulturpolitik der. (1946-1970 hg. v. Elimar Schubbe, Stuttgart 1972; 1971-1974 hg. v. Gisela Rüß, Stuttgart 1976; 1975-1980 hg. v. Peter Lübbe, Stuttgart 1984). Zu nennen wäre natürlich auch die wachsende Zahl an Monographien zu einzelnen Literaturpreisen oder an Dokumentationsbänden zur Geschichte einzelner Institutionen und Verbände.
[10] Zu den entwickelten Suchabfragen und zu den Nutzungsmöglichkeiten siehe weiter unten.
[11] Edgar F. Codd: A Relational Model for Large Shared Data Banks. In: Communications of the Association for Computing Machinery, Vol. 13, No. 6, June, S. 377-387; Chris J. Date: An Introduction to Database Systems. New York: Addison-Wesley 2003.
[12] Chris J. Date: An Introduction to Database Systems, Chapter 10 (Fußnote 7).
[13] Open Database Connectivity (ODCB) repräsentiert einen herstellerunabhängigen Mechanismus für den Datenzugriff auf eine Vielzahl von Datenquellen.
[14] Vgl. Lucian Hölscher: Neue Annalistik. Umrisse einer Theorie der Geschichte. Göttingen: Wallstein 2003 (Göttinger Gespräche zur Geschichtswissenschaft 17); Conrad Wiedemann: Annalistik als Möglichkeit der Literaturgeschichtsschreibung. In: Jahrbuch für Internationale Germanistik 2/1 (1970), S. 61-69.
[15] Vgl. Klaus Briegleb/Rolf Grimminger (Hg.): Gegenwartsliteratur seit 1968. München u.a.: dtv 1992 (Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Bd. 12).
[16] Vgl. dazu das verwandte Projekt Romantic Chronology <http://english.ucsb.edu:591/rchrono/> (22.1.2004), das von Laura Mandell und Alan Liu an der University of California in Santa Barbara seit 1995 aufgebaut worden ist, besonders das Statement Philosophy of this Site (7.9.1995) <http://english.ucsb.edu:591/rchrono/philosophy.htm> (22.1.2004).
[17] Vgl. auch die ähnliche Beobachtung in der Rezension zu Steins Kulturfahrplan auf CD-Rom (Benno Schlindwein: Rezension von Werner Stein: Chronik der Weltgeschichte. Der Neue Kulturfahrplan. 18.10.1999. <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensio/digital/cdrom/multimed/scbe1099.htm> (22.1.2004).