IASLONLINE – ZUM MEDIENWECHSEL
IN DER FACHKOMMUNIKATION

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Abstract

This paper focuses on the development of the e-journal IASLonline with special emphasis on the technical development of the publication of reviews. The technical editing process up to the publication of the reviews is presented in detail. As electronic publications can greatly increase the efficiency and pace of academic communication, the article argues for an equal treatment of non-profit electronic publications and print publications with regard to printing cost subsidies for publishing houses.

Mit der flächendeckenden Vernetzung aller wissenschaftlichen Arbeitsplätze an den Universitäten über das Internet, sowie der Anbindung der privaten Haushalte an das WWW mit kostengünstigen und leistungsfähigen Breitbandkabeln, sind seit kurzem auch in den Geisteswissenschaften die Voraussetzungen geschaffen, die Fachkommunikation mit dem Einsatz der digitalen Medien neu zu organisieren.

Das Angebot, sich Textkorpora in digitaler Form zu bedienen, ist sehr schnell angenommen worden – erinnert sei nur an den Erfolg von CD-ROM Ausgaben zur deutschen Literatur und Philosophie. Eine Umstellung der Verbreitungswege und -formen, in denen die Forschung kommuniziert wird, hat im selben Umfang nicht stattgefunden. Für das Fach Literaturwissenschaft, auf das wir uns im Folgenden beziehen, gilt nach wie vor: wissenschaftliche Aufsätze werden fast ausschließlich in gedruckten Fachzeitschriften publiziert. Das Internet mit der Möglichkeit zu schneller, weltweit zugänglicher und kostenfreier Information wird nicht vorrangig zur Distribution der Forschungsergebnisse benutzt. Auch der Austausch von fachwissenschaftlicher Alltagskommunikation (Tagungsankündigungen, Call for papers, Stellenausschreibungen et cetera) wird nur zögerlich in elektronischer Form organisiert. Erst seit Beginn des Jahres 2005 gibt es etwa für die innerdeutsche Germanistik eine Mailing-Liste im Großverbund H-Net.[1]

IASLonline[2] versucht seit Dezember 1998 insbesondere für den Bereich der fachwissenschaftlichen Rezension, die Vorteile der netzgestützten Kommunkation zu nutzen und hat sehr schnell den Medienwechsel komplett vollzogen. Aus dem ehemaligen Rezensionsteil des gedruckten Internationalen Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur (IASL) ist eine E-Zeitschrift entstanden. Im folgenden geben wir vor allem Einblick in unsere Redaktionspolitik und die gegenwärtige Technik der redaktionellen Abläufe bei der elektronischen Publikation. Darüber hinaus informieren wir auch über den laufenden, mit Unterstützung durch die DFG unternommenen Ausbau des Redaktionssystems zu einem modularen und übertragbaren Arbeitsmittel, das für alle E-Zeitschriften in den Geisteswissenschaften zur Verfügung gestellt wird.

1. Was ist IASLonline?

IASLonline ist eine aus der gedruckten Zeitschrift Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur (IASL) (Max Niemeyer, Tübingen) hervorgegangene rein elektronische Zeitschrift, die sich seit 1999 als E-Zeitschrift sowohl redaktionell als rechtlich unabhängig von der Printzeitschrift IASL etabliert hat. IASLonline versteht sich als Dienst aus der Wissenschaft für die Wissenschaft, ist als Wortmarke geschützt und verfügt seit Mai 2003 über die ISSN 1612-0442. IASLonline verfolgt ein »offenes sozialgeschichtliches Themenspektrum«, das seit Bestehen der E-Zeitschrift mehr und mehr die gesamte thematische Breite des Faches umfasst. IASLonline publiziert Rezensionen, Diskussionsforen und Lektionen zur Netzkunst.

IASLonline wird herausgegeben von Martin Huber, Georg Jäger und Nina Ort. Die Redaktion besteht aus einem Verantwortlichen für die Technik (Oliver Dürselen) und vier bis fünf studentischen Hilfskräften.[3] Sitz der Redaktion ist derzeit München, dort werden auch die Daten durch die IT-Gruppe Geisteswissenschaften[4] der Universität München gepflegt und am Leibniz-Rechenzentrum[5] in München archiviert.

2. IASLonline in Zahlen

Im Zeitraum vom 01.01.1999 bis zum 03.05.2005 wurden in 831 Rezensionen genau 910 Bücher besprochen. Aufgrund der stetigen Optimierung des redaktionellen Ablaufs (insbesondere durch Einsatz eines speziell auf die Bedürfnisse von IASLonline zugeschnittenen Redaktionssystems, siehe unten Abschnitt »5. Technik I: Zum aktuellen Stand« und »6. Technik II: Zum gegenwärtigen Ausbau des IASLonline-Redaktionssystems«) stieg dabei die Zahl der jährlich veröffentlichten Rezensionen kontinuierlich an: Wurden im gesamten Jahr 1999 lediglich 47 Buchbesprechungen publiziert, waren es im Jahr 2002 bereits 142 und im Jahr 2004 sogar 226 Rezensionen.

Neben der Anzahl der veröffentlichten Buchbesprechungen stieg in diesem Zeitraum auch die Anzahl der nachweisbaren Zugriffe auf die IASLonline-Seite: Konnten im Jahr 2000 bereits 42.106 Sessions von Nutzern der Website gezählt werden – was einem Tagesdurchschnitt von 115 Sessions entspricht –, so stieg diese Zahl im Jahr 2002 auf 191.332 Sessions (= durchschnittlich 524 pro Tag) und im Jahr 2004 auf 348.633 Sessions (= durchschnittlich 955 pro Tag). Eine »Session« ist dabei laut Dokumentation der auswertenden Statistik-Software definiert als »the number of unique [!] hosts accessing the server during a given time-window. This time-window is one day by default«.[6] Das bedeutet, dass in die Anzahl der gezählten Sessions nicht etwa jeder einzelne Zugriff eines Benutzers eingeht – womit dieser Wert schon durch die relativ häufigen Zugriffe seitens der Redaktion ansteigen und somit nichts über die Zugriffe ›echter‹ Nutzer aussagen würde –, sondern dass ausschließlich die Anzahl verschiedener Nutzer pro Tag gezählt wird.[7] Wie die folgende Nutzer-Statistik des Monats Dezember 2004 ausweist, ist im Falle von IASLonline eine kontinuierliche, tägliche Nutzung nachweisbar: In Zeiten des akademischen Semesterbetriebes werden kaum einmal weniger als 700 Sessions pro Tag gezählt, häufiger sind vielmehr deutlich über 1100 Sessions und bis zu 1300 Sessions täglich. Lediglich an Wochenenden oder in vorlesungsfreien Zeiten sind größere Schwankungen im Nutzerverhalten nachweisbar:[8]

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Nutzerstatistik IASLonline: Dezember 2004

3. Geschwindigkeit und Qualität

Bei Print-Publikationen sind Abstände von anderthalb Jahren und mehr zwischen dem Eingang eines Manuskripts und der Publikation des Beitrags keine Seltenheit. Demgegenüber gelingt es E-Journalen, die auf eine »Verstetigung von Aktualität«[9] zielen, die Zeit zwischen Eingang des Beitrags in der Redaktion und Publikation des Beitrags auf in der Regel zwei bis drei Wochen zu verkürzen.

Für Rezensionen liegt der Vorteil einer Online-Publikation auf der Hand: Gegenüber dem »Aufsatz« gewinnt eine Rezension mit der Geschwindigkeit, mit der sie selbst nach dem Erscheinen des besprochenen Buches publiziert wird. Je rascher sie publiziert wird, um so eher kann sie die gewünschte Orientierung leisten und zum strukturierenden Element für Fachkommunikation und Fachpublikationsmarkt werden.

Mit Blick auf die Qualität der Besprechungen bei IASLonline wurden die Fristen, die zum Schreiben der Rezension angesetzt werden, nicht verkürzt. IASLonline gewährt nach wie vor zwischen 3 und 6 Monaten nach Übersenden des Buches – doch hat sich gezeigt, dass die Aussicht auf eine schnelle Publikation auch die Tätigkeit auf seiten der Rezensenten zu beschleunigen vermag.

Fachreferenten

Ein Herausgebergremium aus drei Personen kann kaum die Vielzahl der besprechungswürdigen Neupublikationen eines Faches wie der Germanistik überblicken. Sowohl die Auswahl der zu besprechenden Bücher als auch die Wahl der entsprechenden Rezensenten ist deshalb zunehmend ein Verfahren, das uns vorrangig durch Kontingenz gesteuert scheint.

Die Herausgeber von IASLonline haben sich deshalb von Beginn an entschieden, einen Teil der Herausgeberkompetenzen an ein Gremium von renommierten, jeweils auf zwei Jahre bestellten Fachreferenten zu delegieren:[10] Zu ihren Aufgaben gehören die Auswahl von zu rezensierenden Neupublikationen in einem festgelegten Fachgebiet, die Akquise von geeigneten Rezensenten, die Korrespondenz mit den Rezensenten über Fortschritte der Abfassung, die Terminkontrolle sowie die erste Begutachtung der fertigen Rezension. Zusammen mit den Herausgebern sichern die verantwortlichen Fachreferenten, die bei jeder Rezension namentlich ausgewiesen werden, dass die fachlichen Qualitätsstandards eingehalten werden. Im Übertragen von Begutachtungskompetenz auf ein wechselndes Fachreferentengremium sieht IASLonline auch einen ersten Schritt, die in den Naturwissenschaften seit Jahren gängige Praxis des Peer Review-Verfahrens[11] auch in den Literaturwissenschaften einzuführen.

4. Textsorten

Rezension

Parallel zur Entstehungsgeschichte von IASLonline veränderten sich auch die in IASLonline veröffentlichten Textsorten. Im Zentrum stand und steht die Textsorte ›Rezension‹,[12] an die IASLonline von Beginn an die gleichen Qualitätsmaßstäbe anlegte wie an Rezensionen im gedruckten IASL: Gewünscht ist kein reines Inhaltsreferat, sondern die einlässliche und kritische Auseinandersetzung mit der besprochenen Publikation sowie eine Einordnung der Arbeit in die Forschung.

Bereits seit April 1999 werden Rezensionen aus diesem Grund auch mit eigenem Titel publiziert – einerseits um die Textsorte attraktiver zu machen und das Rezensieren als eigenständige wissenschaftliche Arbeit herauszuheben, die – verantwortlich durchgeführt – oft nicht weniger Arbeit verlangt als ein kleiner Aufsatz. Andererseits aber auch, um den Rezensenten den Anreiz zu bieten, einen eigenständigen Titel für ihre Publikationsliste erwerben zu können.

Während der Wechsel von der Print- zur Online-Publikation die Qualität der Beiträge hinsichtlich Information und kritischem Urteil nicht wesentlich verändert hat, so hat sich das Layout der Textsorte ›Rezension‹ bei IASLonline stark gewandelt. Von Beginn an war es ein Ziel von Herausgebern und Redaktion, die Lesbarkeit der IASLonline-Beiträge für die Lektüre am Bildschirm so optimal wie möglich zu gestalten. Zu diesem Zweck wurden bei der Konzeption des allgemeinen Layouts von IASLonline folgende Richtlinien festgesetzt:

Neben diesen grundsätzlichen typographischen Entscheidungen der Redaktion betreffen zwei weitere Vorgaben schließlich die optische Gliederung jedes einzelnen Textes durch den Autor und die Redaktion:

Als ein weiterer zu regelnder Parameter erwies sich im Laufe der Zeit der Umfang einer einzelnen Rezension. Die Tatsache, dass einer E-Publikation durch das Medium potentiell keine Längenbeschränkung mehr auferlegt ist, führt auch dazu, dass Rezensionen immer häufiger ein Missverhältnis zwischen Ertrag des Buches und Länge der Besprechung aufweisen. Dieser Entwicklung versucht IASLonline durch eine Differenzierung der Textsorte ›Rezension‹ in, je nach Gewichtigkeit des besprochenen Buches, verschiedene Subgattungen gegenzusteuern:

IASLonline bietet seinen Lesern die Möglichkeit, zu den veröffentlichten Rezensionen Stellung zu nehmen. Diese Beiträge sind ebenfalls einem Begutachtungsverfahren unterworfen und müssen denselben Kriterien genügen wie die Rezensionen selbst: puliziert werden nur Argumente zur Sache, keine Repliken ›ad hominem‹. Auf diese Weise kann das Medium dazu genutzt werden, wissenschaftliche Ergebnisse nicht nur unidirektional (vom Autor zum Leser) zu verbreiten, sondern darüber hinaus einen bi- und multidirektionalen Diskussionszusammenhang zu schaffen, der durch den zukünftig geplanten technischen Ausbau (siehe unten Abschnitt »6. Technik II: Zum gegenwärtigen Ausbau des IASLonline-Redaktionssystems«) noch signifikant erweitert werden soll.

Diskussionsforen

Moderierte Diskussionsforen bilden eine weitere Publikationsform von IASLonline.[13] Die Beiträge der bislang existierenden IASLonline-Diskussionsforen haben den Charakter von Aufsätzen und enthalten in der Regel die Explikation eigener Thesen, ausführliche Argumentationen sowie Erwiderungen auf Gegenargumente, zu Forenthemen wie zum Beispiel »Bewußtsein, Kommunikation, Zeichen«, »Geschichte und Kritik der Intellektuellen«, »Netzkommunikation in ihren Folgen« oder »Geschichtsschreibung des Buchhandels«.

Ein Bedürfnis nach kleingliedrigen Diskussionsformen mit zugespitzter These und Gegenthese, Frage und Antwort, wie sie im Internet in moderierter und nicht moderierter Form weit verbreitet sind, hat sich – zumindest bislang – nicht gezeigt.

NetArt – Kunst im Netz

Ein dritter Schwerpunkt von IASLonline sind seit Ende 1999 die von Thomas Dreher betreuten, in loser Folge erscheinenden Lektionen in NetArt.[14] Sie führen in Möglichkeiten künstlerischen Schaffens auf dem Netz ein und stellen KünstlerInnen und ihre Websites in umfangreicheren Texten vor. Ergänzt werden die »Lektionen« durch die Rubriken »Tipps«, »Theorie« und »Links« zur Netzkunst.

Links

Die in der Startphase etablierten Linksammlungen hat IASLonline zum Jahresende 2002 eingestellt. Sie waren anfangs gedacht für Surfer in einem unübersichtlichen und zugleich an Überraschungen reichen WWW. Zwischenzeitlich hatten sich hierfür professionelle Dienste entwickelt, in deren Bahnen die Nutzer Informationen schnell und kostenfrei erhalten, so dass die aufwendige Pflege eigener Linklisten nicht mehr sinnvoll schien.

5. Technik I: Zum aktuellen Stand

Der größte Entwicklungssprung seit Bestehen von IASLonline ist auf dem Gebiet der Automatisierung der redaktionellen Abläufe durch den Einsatz elektronischer Tools zu beobachten. Diese Entwicklung vollzog sich in drei Schritten:

  1. Von der Offline-Datenbank zur Online-Datenbank

  2. Automatisierung des Termin-Managements

  3. Automatisierung des Content-Managements

1. Von der Offline- zur Online-Datenbank. In den ersten Jahren von IASLonline wurde das Internet zunächst lediglich als Publikationsmedium benutzt. Die redaktionelle Datenhaltung war beschränkt auf eine nur in den Redaktionsräumen zugängliche Offline-Datenbank,[15] mit deren Hilfe Personendaten, Buch- und Verlagsdaten sowie Rezensionsdaten (Rezensenten, Titel, Termine) erfasst wurden und die lediglich einen Adressexport nach MS Word zur Erstellung von (Print-)Briefen erlaubte.

Um das Internet jedoch nicht nur als Publikationsmedium, sondern auch zur dezentralen Organisation möglichst aller redaktionellen Abläufe nutzen zu können, wurde in den Jahren 2001/2002 mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft[16] ein webbasiertes Redaktionssystem realisiert, das von der IT-Gruppe Geisteswissenschaften (ITG) der LMU München[17] gehostet wird und seit seinem Bestehen beständig weiterentwickelt wurde. Basierend auf dem kostenlos im Internet erhältlichen Datenbank-Management-System MySQL und einer in der (ebenfalls kostenlosen) Skriptsprache PHP implementierten Benutzeroberfläche erlaubt dieses Redaktionssystem einem registrierten Benutzer, die für ihn relevanten Redaktionsdaten von jedem beliebigen Ort aus über einen normalen Internet-Browser zu durchsuchen, anzuzeigen, zu sortieren und zu bearbeiten.[18]

2. Automatisierung des Termin-Managements. Das IASLonline-Redaktionssystem wurde nicht nur als ortsunabhängig erreichbare Datenbank konzipiert. Von Beginn an sollte das Redaktionssystem sämtliche redaktionellen Arbeitsprozesse, die zur Publikation einer Buchrezension erforderlich sind, unterstützen. Dazu wurde von Herausgebern, Redaktion und realisierender Software-Firma gemeinsam ein komplexer Arbeitsablauf (Workflow) modelliert, der alle Produktionsschritte bis zur Veröffentlichung einer Rezension steuert.

Basis dieses Workflows ist die Definition verschiedener Benutzerrollen, die einer Person unabhängig voneinander übertragen werden können und für die spezifische Kompetenzen charakteristisch sind. Momentan existieren die Benutzerrollen »Fachreferent«,[19] »Gutachter«, »Redakteur«, »Herausgeber«[20] und »Administrator«, die den Workflow einer Rezension mit Hilfe des Redaktionssystems folgendermaßen kontrollieren:

Alle diese Schritte im Arbeitsablauf werden begleitet durch ein System von etwa 40 Informations-E-Mails, die als Vorlagen im Redaktionssystem gespeichert sind und von diesem an die für die Verarbeitung eines Rezensionsvorgangs in einer bestimmten Situation zuständigen Benutzer verschickt werden. Dabei werden manche E-Mails völlig automatisch zugestellt, andere wiederum bieten dem Benutzer eine E-Mail-Vorlage mit den wichtigsten Vorgangsdaten (Buchtitel, Rezensentennamen, Bearbeitungsfristen) als Gerüst an, das über eine Eingabemaske leicht um individuelle Hinweise ergänzt werden kann. Durch diesen E-Mail-Versand muss sich ein Benutzer nicht immer aktiv um Informationen über den Status einer Rezension bemühen (information pull), sondern er wird auch automatisch und ohne eigenes Zutun in genau den für ihn relevanten Situationen vom Redaktionssystem informiert (information push). Aus dieser Art der automatischen Informationsvergabe resultiert eine erhebliche Zeitersparnis für alle beteiligten Benutzerrollen, die Potential für die eigentlichen inhaltlichen Aufgaben dieser Benutzerrollen bereitstellt (Einwerben von Rezensionen, Begutachtung, redaktionelle Einrichtung).

Die folgende Aufstellung zeigt die momentane Menüstruktur des Redaktionssystems, aus der bereits die Informations- und Aktionsmöglichkeiten der verschiedenen Benutzerrollen ersichtlich werden:

Menü

Untermenü

Erläuterung

Übersicht

Liste aller jemals initiierten
Rezensionsvorgänge, unabhängig von ihrem aktuellen Bearbeitungsstand

Fachreferent

Vorgang
neu anlegen

Anlegen eines neuen Rezensionsvorgangs,
Anfrage des Rezensenten

Vorgang
bearbeiten

Verwalten einer zugesagten
Rezension (Termine, Buchbestellungen),
Upload des Rezensionstextes (RTF)

Vorgang
verfolgen

Informationen über den aktuellen Bearbeitungsstand der Rezension innerhalb der Redaktion

Rezension
überarbeiten

Download und erneuter Upload einer vom Gutachtergremium abgelehnten Rezension (RTF)

Publikationen
einsehen

Alphabetische Liste aller bisher unter dem eigenen Fachreferat veröffentlichten Rezensionen

Gutachter

Rezension
bearbeiten

Festlegung des Erstgutachters, Download des Rezensionstextes (RTF)

Rezension
einstellen

Upload des korrigierten
Rezensionstextes (RTF)

Gutachten
schreiben

Verfassen des eigenen Gutachtens, Abgabe des Votums,
Einsicht in die Gutachten und Voten der anderen Gutachter

Redakteur

Rezension
bearbeiten

Download des Rezensionstextes (RTF) (damit Sperrung für die anderen Redakteure)

Rezension
einstellen

Upload des eingerichteten
Rezensionstextes (RTF + XML)

Rezension
nachkorrigieren

Korrektur einer bereits
veröffentlichten Rezension

Rezension
übertragen

Übertragung einer Rezension auf einen anderen Rezensenten, Fachreferenten oder Redakteur

Herausgeber

Gutachten­prozess
abschließen

Manueller Abschluss eines
Begutachtungsverfahrens
(Weiterleitung an die Redakteure oder Rückgabe an den
Fachreferenten)

Rezension
bearbeiten

Download des Rezensionstextes (RTF)

Rezension
einstellen

Upload des korrigierten
Rezensionstextes (RTF)

Rezension
freigeben

1. Einholen des Imprimaturs für eine eingerichtete Rezension;
2. sofortige Veröffentlichung einer eingerichteten Rezension;
3. Rückgabe einer eingerichteten Rezension zur Korrektur durch einen Redakteur

Rundschreiben versenden

schlanker E-Mail-Client zur Versendung von E-Mails an
ausgewählte Benutzergruppen

Administrator

System­einstellungen

Konfiguration des
Redaktionssystems
(Mahnungszeiträume, Systempfade, [De-]Aktivierung einzelner Teile des Systems, Debugging-Mechanismen für Testläufe und anderes)

Benutzer­verwaltung

Tabelle der Benutzer
(Namen, Adressen, Benutzergruppen)

Bücher

Tabelle der Bücher

Verlage

Tabelle der Verlage

Währungen

Tabelle der Währungen
(für Buchpreise)

Fachteile

Tabelle der Fachteile

Formbriefe

Editor für alle im System verwendeten Standard-E-Mails (mit Platzhaltern für Namen, Adressen, Buchdaten und anderes)

Highlights
bearbeiten

Zuweisung des Status ›Highlight‹ an ausgewählte Rezensionen von hoher Qualität

Logfiles

Logfiles über die versendeten E-Mails und andere automatisierte Vorgänge im System

Hilfe

Hilfedateien für die Benutzer

Abmelden

Abmeldung vom System

3. Automatisierung des Content-Managements. Neben der Organisation des Workflows unterstützt das IASLonline-Redaktionssystem zentral die Verarbeitung und Publikation des eigentlichen Contents der IASLonline-Website, durch die Generierung einer im Internet publizierbaren HTML-Version jeder einzelnen Rezension. Bei der Konzeption einer hierzu geeigneten Dateikonvertierungsroutine, an dessen Ende die HTML-Version einer Rezension stehen sollte, waren einige Entscheidungen nötig, deren Tragweite auch für die zukünftige Akzeptanz von IASLonline bei Autoren wie Lesern nicht unterschätzt werden darf:

Zunächst war das ›Input-Format‹ für die genannte Konvertierungsroutine zu definieren. Um es den Autoren von IASLonline zu ermöglichen, ihre Beiträge möglichst in der gewohnten Arbeitsumgebung (und ohne Einarbeiten in eine spezielle, unbekannte Textverarbeitungssoftware oder eine gewöhnungsbedürftige Eingabemaske) schreiben zu können, wurde als Ausgangsformat das von allen gängigen Textverarbeitungsprogrammen lesbare RTF-Format gewählt.

Die zweite und vielleicht weitreichendste Entscheidung betraf das zur eigentlichen, langfristigen Datenspeicherung verwendete Dateiformat. Hier fiel die Wahl nicht auf RTF oder HTML, sondern auf das universelle, mittlerweile auf dem Gebiet der Datenspeicherung und des Datenaustausches fest etablierte XML, genauer: auf das XML-Dokumentenformat DocBook.[21] Dieses Format wurde ursprünglich zur Erstellung von Dokumentationen im IT-Bereich konzipiert, enthält aber in seinem Bestand von etwa 400 XML-Elementen in der Mehrzahl semantisch neutrale Textgliederungseinheiten wie <article>, <section>, <title>, <phrase>, <chapter>, <index> oder <bibliography>, die sich auch für wissenschaftliche Publikationen bestens eignen. DocBook wird von einer Vielzahl von Tools unterstützt, die kostenlos im Internet erhältlich sind.[22]

Mit XML als zentralem Datenformat ist es möglich, verschiedene Ausgabekanäle zu bedienen, das heißt die darin gespeicherten Texte nicht nur in HTML zu veröffentlichen, sondern auch als PDF oder Postscript, potentiell sogar im Audioformat oder als Textnachricht für das Mobiltelefon. Für die Transformation in die gewünschten Ausgabeformate – im Falle von IASLonline HTML sowie zukünftig auch PDF – wird die ebenfalls der XML-Familie entstammende deklarative Transformationssprache XSLT (Extensible Stylesheet Language for Transformations)[23] verwendet, deren Verarbeitung innerhalb des IASLonline-Redaktionssystems durch den als PHP-Modul ebenfalls kostenlos erhältlichen XSLT-Prozessor Sablotron[24] geschieht.

Mit der Entscheidung für XML als zentrales Speicherformat musste schließlich noch die Frage nach der Konvertierung des Ausgangsformats RTF nach XML beziehungsweise DocBook geklärt werden. Zu Beginn von IASLonline wurde die damals relevante direkte Konvertierung von RTF nach HTML noch durch ein sehr primitives MS-Word-Makro bewerkstelligt – ein fehleranfälliges Verfahren, für das darüber hinaus noch eine ganze Reihe manueller Eingriffe in die ausgegebene HTML-Datei notwendig waren. Für die mit Inbetriebnahme des neuen Redaktionssystems notwendige Konvertierung von RTF nach DocBook wurde nach eingehenden Recherchen die Desktopvariante des Software-Produkts upCast der Münchner Firma infinity-loop ausgewählt[25] – übrigens die einzige kommerzielle Komponente des IASLonline-Redaktionssystems. upCast beherrscht nicht nur die Konvertierung von RTF nach XHTML und in ein upCast-spezifisches, proprietäres XML-Format,[26] sondern erlaubt auch das Hintereinanderschalten von beliebig vielen XSLT-Stylesheets als Filter, deren Input zum Beispiel jeweils ein XML-Format sein kann (etwa das upCast-XML-Format), welches durch den folgenden XSLT-Transformationsprozess in ein anderes XML-Format (zum Beispiel das DocBook-XML-Format) überführt wird. Auf diese Weise ist upCast ein flexibles und leicht konfigurierbares Tool für Konvertierungen von Dateiformaten der Office-Welt in die XML-Welt.

Diese XML-Zentrierung des IASLonline-Redaktionssystems bedeutet andererseits nicht, dass das Ausgangsformat RTF nicht gespeichert wird. Für etwaige Autorkorrekturen an einer bereits nach XML konvertierten Rezensionsdatei bleibt die RTF-Version weiterhin die Basis, weil dieses Format – wie erwähnt – vom Laien am einfachsten bearbeitet werden kann. Autoren sollen daher prinzipiell nur mit der RTF-Datei in Berührung kommen, während XML als »Drehscheibe« für die Weiterverarbeitung und Ansteuerung verschiedener Ausgabeformate dient.

6. Technik II: Zum gegenwärtigen Ausbau des IASLonline-Redaktionssystems

Seit seiner Einführung im August 2002 wurde das IASLonline-Redaktionssystem kontinuierlich durch die Redaktion weiterentwickelt. Dennoch entstand gleichzeitig mit der Realisierung bereits das Konzept für eine Ausbaustufe des Redaktionssystems, die alle Anforderungen an ein modernes, leicht bedienbares und anpassbares Content-Management-System (CMS) erfüllt. Die Pläne zum Ausbau des IASLonline-Redaktionssystems führten in Zusammenarbeit mit dem Jahrbuch für Computerphilologie 2003 zu einem weiteren Antrag auf Sachmittelbeihilfe an die DFG. Der Ausbau wird seit November 2004 für 12 Monate gefördert[27] und umfasst im wesentlichen folgende Aspekte:

Ziel ist die Entwicklung eines umfassenden, modular aufgebauten und dadurch einfach erweiterbaren Frameworks für Content-Management-Systeme, das in besonderem Maße auf die redaktionellen Abläufe geistes- beziehungsweise literaturwissenschaftlicher E-Journals abgestimmt ist. Dieses Content-Management-System soll über die Etablierung einer ebenfalls im Rahmen des Projektes geplanten offenen Entwicklungsplattform (CVS) im Internet[34] zum einen für einen zukünftigen Ausbau durch eine freie Entwickler-Community vorbereitet werden. Zum anderen wird es dadurch zum kostenlosen Download und zur freien Benutzung durch andere (literatur-)wissenschaftliche E-Journal-Redaktionen mit ähnlichen Anforderungen zur Verfügung stehen.

7. Archivierung und Zitierbarkeit – Wider die Vorbehalte gegen das elektronische Publizieren

Gerade im Bereich der traditionellen Philologien müssen sich E-Journals nach wie vor gegen Vorbehalte behaupten, die im Zuge der Anfangsjahre des Internets mit ihren oft schnell auftauchenden und fast ebenso schnell wieder verschwindenden Web-Angeboten entstanden waren: Sobald sich wissenschaftliches Fachwissen vom sicht- und greifbaren Papier in das sozusagen körper- und (vermeintlich) ortlose Medium Internet verlagert – ein Medium, das weder Buchdeckel noch Seitennummerierung besitzt –, sei die Dauerhaftigkeit und damit auch die Dignität und Relevanz des darin gespeicherten Wissens in bedenklicher Weise in Frage gestellt.

Die sich aus dieser Argumentation ergebende Distanzierung gegenüber der Nutzung des Internet auf dem Feld der Literaturwissenschaft ist sowohl unter den Lesern als auch unter den Autoren der Fachbeiträge zu beobachten: Leser nehmen das im Internet gespeicherte Fachwissen nur zögerlich wahr, weil es ihnen zufolge den Anschein des Vorläufigen, des Veränderlichen und daher Unfundierten hat, potentielle Autoren scheuen immer noch die Abfassung einer E-Publikation, weil sie sich um die dauerhafte Verfügbarkeit ihrer Beiträge und damit auch um deren Zitierbarkeit sorgen.

Um diesen Vorbehalten zu begegnen hat IASLonline von Beginn an Maßnahmen ergriffen, um sowohl die Zitierbarkeit als auch die Datensicherheit der Veröffentlichungen zu gewährleisten und damit auch Vertrauen bei Autoren wie Nutzern von IASLonline zu schaffen. Diese Maßnahmen sind zum einen institutioneller Natur, betreffen aber zum anderen auch ganz konkrete Details der Textaufbereitung jedes einzelnen Beitrags.

Zitierbarkeit

IASLonline-Rezensionen werden seit Februar 2004 mit einer Absatznummerierung publiziert, die eine weitaus präzisere Zitierbarkeit einzelner Passagen ermöglicht als die Seitenzählung im Print-Medium. Diese Absatznummerierung wird in einer eigenen Spalte links neben dem Fließtext aufgeführt – was eine bessere Orientierung erlaubt als bei Platzierung der Nummer an den Beginn eines Absatzes – und zählt konsequent sowohl klassische Absätze als auch Zwischenüberschriften, Blockzitate, Listenpunkte und Tabellen.[35] Am Ende jeder IASLonline-Rezension wird zudem auch eine Empfehlung zur Zitierweise abgedruckt, die sich an bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Parametern zur Referenzierung von Online-Publikationen orientiert.[36]

Archivierung

Um Datenverluste nahezu auszuschließen, existiert bislang jede veröffentlichte IASLonline-Rezension in zwei Exemplaren auf zwei verschiedenen Servern mit je eigenen Backup-Routinen – auf dem Server des Leibniz-Rechenzentrums (München) sowie dem Server der IT-Gruppe Geisteswissenschaften der LMU München.

Um die Datensicherheit noch einmal entscheidend zu erhöhen, verfolgt IASLonline im Rahmen des momentan durchgeführten Projekts zum Ausbau des IASLonline-Redaktionssystems das Ziel, seine Inhalte einer unabhängigen, zentralen und verlässlichen Archivierungsinstitution zur dauerhaften Speicherung zu übermitteln. Diese Institution ist Die Deutsche Bibliothek (DDB), die den »gesetzlichen Auftrag zur vollständigen Sammlung, Erschließung und dauerhaften Sicherung deutschsprachiger und in Deutschland erschienener Publikationen« besitzt und seit Juli 1998 auch Netzpublikationen sammelt.[37] Zur Zeit werden Netzpublikationen durch den gesetzlichen Sammelauftrag der DDB – geregelt durch das Gesetz über Die Deutsche Bibliothek (DBiblG)[38] – noch nicht abgedeckt. Die Archivierung dieser Publikationen regelt vorerst eine Rahmenvereinbarung, die im Juni 1997 vom Verlegerausschuss des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels verabschiedet wurde. Für eine Novellierung des DBiblG, die auch die verpflichtende Sammlung von Online-Veröffentlichungen vorsieht, liegt jedoch bereits ein Referentenentwurf vor. Laut einer Auskunft des Referats für Archiv- und Bibliothekswesen im Staatsministerium für Kultur und Medien wird noch für 2005 mit einer Verabschiedung der Novelle durch den Deutschen Bundestag gerechnet.[39]

Die derzeit noch nicht besonders komfortable Abgabe von E-Publikationen über ein Web-Formular soll nach Angaben der DDB in Zukunft flexibler und auch automatisiert möglich sein. Diskutiert wird derzeit ein Prozedere, gemäß dem der nötige Datentransfer über eine automatisierbare XML-Schnittstelle abgewickelt werden könnte. Als mögliche Datenaustauschformate kommen dabei unter anderem die bereits erwähnten XML-basierten Protokolle der Open Archives Initiative (OAI) beziehungsweise des W3C-Standards SOAP in Frage.[40]

Komplettiert werden wird die dauerhafte Zugänglichkeit von IASLonline-Publikationen durch die Vergabe einer weltweit eindeutigen Identifikationsnummer für elektronische Dokumente, die ebenfalls durch die DDB vorgenommen wird.

Unter den vorhandenen Standards für einen solchen Persistent Identifier wurde von der DDB das Konzept des URN (Uniform Ressource Name) gewählt – eines »Standard[s] zur Adressierung von Objekten mit einer institutionellen Verpflichtung zur persistenten, standortunabhängigen Identifizierung der Ressourcen«.[41] Ein URN wird von der DDB kostenlos an einzelne elektronische Dokumente vergeben. Der für die Vergabe und Speicherung eines URN notwendige Datenaustausch wird bereits jetzt mittels des OAI-Protokolls OAI-PMH 2.0 sowie des XML-Metadatenformats xepicur bewerkstelligt.[42] Syntaktisch ist ein URN nach dem Konzept des Namensraumes strukturiert, wodurch eine Identifikation der Vergabestelle sowie der verlegenden oder archivierenden Einrichtung bereits anhand des Aufbaus des URNs möglich ist. Darüber hinaus können andere Idenfikations-Schemata wie etwa die ISO-Standards ISBN und ISSN syntaktisch in den URN eingbaut werden, was eine Identifizierbarkeit des referenzierten E-Dokuments weiter erhöht. Ein (fiktives) Beispiel für den URN einer IASLonline-Publikation wäre etwa:

urn:nbn:de:0001-issn1612-0442_Mustermann3518292579_871

Dabei bezeichnet das Kürzel »urn« die Tatsache, dass es sich bei dem vorliegenden Identifier um einen »URN« handelt, der Namensraum »nbn« identifiziert einen von der DDB verwalteten URN, der Namensraum »de« verweist auf Deutschland. Die fiktive Nummer »0001« möge, ebenso wie die folgende Angabe zur ISSN, die Zeitschrift IASLonline bezeichnen, und die abschließende Angabe »Mustermann3518292579_871« verweist eindeutig auf eine bestimmte Rezension.

Ein URN referenziert nun eine beliebige, festlegbare Anzahl von Internet-Ressourcen, die wiederum die inhaltlich identische Version einer E-Publikation darstellen müssen. Durch eine vom Produzenten dieser E-Publikationen festlegbare Hierarchie der URN-Auflösung (Resolving) kann nun definiert werden, dass beim Aufruf eines URN[43] entweder die auf dem Server des Produzenten liegende Originalversion des Dokuments, oder aber, falls diese im Moment nicht verfügbar ist, eine Archivversion (etwa bei der DDB) angezeigt werden soll.

Durch die Kopplung dieser beiden Maßnahmen – die Speicherung einer Archivversion jedes E-Dokuments durch die DDB sowie die Vergabe eines weltweit eindeutigen URN, der gleichermaßen auf die Originalversion(en) und die Archivversion(en) verweist – wird mit bemerkenswert hoher Sicherheit eine dauerhafte, auch institutionell gesicherte Erhaltung, Zugänglichkeit und damit auch Zitierbarkeit aller E-Dokumente erreicht.

Entscheidend wird in diesem Zusammenhang aber nicht zuletzt das Wissen der Nutzer, also der Autoren und Leser, um diese institutionellen und technischen Rahmenbedingungen der Archivierung von elektronischen Publikationen sein. Denn nur durch die Kenntnis dieser Rahmenbedingungen wird die Akzeptanz des Mediums Internet und die Dauerhaftigkeit von E-Publikationen auf dem Niveau eingeschätzt werden, das Print-Publikationen traditionell unterstellt wird.

8. Kooperationen

Rezensionen, die in IASLonline publiziert werden, sind nicht nur direkt über die Seite http://www.iaslonline.de zugänglich. Gegenwärtig bieten zwei Kooperationen weitere Recherche- und Zugriffsmöglichkeiten auf die Texte.

Literaturwissenschaftliche Rezensionen (Lirez)

Lirez[44] ist ein Portal für Literaturwissenschaftliche Rezensionen, in dem derzeit neun Zeitschriften aus dem Gebiet der Literaturwissenschaften verlinkt werden;[45] Die Website von Lirez speist sich aus einer von den assoziierten Redaktionen gemeinsam gepflegten Datenbank. IASLonline realisiert die Datenübermittlung an Lirez über eine vom IASLonline-Redaktionssystem automatisch angesteuerte HTTP-POST-Request-Schnittstelle.

Das Portal Lirez bietet eine kostenlose Abonnementfunktion für einen periodischen Newsletter, der über neue Rezensionen informiert. Auf der Portalseite findet der Benutzer jeweils die Rezensionen der letzten 30 Tage; darüber hinaus können alle in der Datenbank eingetragenen Rezensionen nach Autoren, nach Fachgebieten, nach Rezensenten und nach Publikationsdatum recherchiert werden.

Südwestdeutscher Bibliotheksverbund

Der Südwestdeutsche Bibliotheksverbund[46] übernimmt Rezensionen von IASLonline unter Hinweis auf die Provenienz dieser Beiträge und unter Wahrung des IASLonline-Layouts als Hardcopy auf seinen eigenen Server und bietet den Benutzern seines Web-OPAC IASLonline-Rezensionen als zusätzliches Angebot an. Sehr komfortabel findet der Benutzer zusammen mit dem Ergebnis seiner Recherche zugleich einen Link auf die Rezension zum Buch.

Kooperation in Vorbereitung

Virtuelle Fachbibliothek / Fachportal Germanistik

IASLonline wird mit seinen Inhalten ab 2006 auch über die Virtuelle Fachbibliothek / Fachportal Germanistik[47] zu erreichen sein, die gegenwärtig an der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg in Frankfurt/M. entsteht. Die Virtuelle Fachbibliothek wird mit Förderung der DFG in Zusammenarbeit von Bibliotheken (UB Frankfurt/M., Literaturarchiv in Marbach/N.), einer Initiativgruppe aus dem Fach und dem Germanistenverband aufgebaut und bietet ein umfassendes WWW-basiertes Informations- und Kommunikationssystems für das Fach Germanistik. [48]

9. Finanzierung – Zur Zukunft des elektronischen Publizierens

Ein folgenreicher Fehler bei der gesellschaftlichen Implementierung und Legitimation des Internet in den 1990er Jahren war es, dem Medium neben gerechtfertigten Charakteristika wie großer Speicherfähigkeit, Geschwindigkeit der Kommunikation, ortsunabhängiger Verfügbarkeit, hohen Partizipationsmöglichkeiten und Interaktivität vorschnell das Argument der Kostenreduzierung anzuheften. Diese Hoffnung war nicht zu erfüllen: denn ebensowenig wie sich die Menge des bedruckten Papiers in den Büros durch die elektronische Kommunikation verringert, sind Information, evaluiertes und gesichertes Wissen ohne Kostenaufwand in elektronische Darstellungsformen zu bringen, die den Standards entsprechen, wie wir sie in den »alten« Medien über Jahrhunderte als Kulturtechniken entwickelt haben. Gleichwohl wird das elektronische Publizieren immer noch mit der latenten Erwartungshaltung konfrontiert, dass Inhalte, die im Internet kostenfrei angeboten werden, selbstverständlich auch noch kostenlos ins Internet gebracht werden sollen.

Für IASLonline gilt: die redaktionelle Bearbeitung der Rezensionen, die Qualitätskontrolle und Publikationsgeschwindigkeit haben ihren Preis. Neben der – selbstverständlich unentgeltlichen – Arbeit der Herausgeber, sind bei IASLonline etwa 150 (studentische) Hilfskraftstunden im Monat notwendig, um die redaktionellen Abläufe in der erforderlichen Weise durchzuführen und die Qualität der Beiträge stabil halten zu können. Bei sinkenden Ressourcen der Universitäten und fortschreitender Mittelkürzungen in den Fachbereichen stellt selbst diese vergleichsweise geringe Summe die Herausgeber vor ernste Probleme, da sie nur in Form von zusätzlich aus der Hochschule eingeworbenen Mitteln zu stellen ist. Die Finanzierung der Redaktion von IASLonline ist also nicht einmal mittelfristig gesichert, sondern sieht sich den Bedingungen von kurzfristigen Verteilungskämpfen unterworfen, die sichere Planungen konterkarieren.

Diese Situation trifft zunehmend auf unser Unverständnis, da Unternehmungen wie IASLonline oder H-Soz-u-Kult, um ein Beispiel aus der Nachbarwissenschaft Geschichte zu wählen, längst ›Unternehmen‹ geworden sind, und Dienstleistungen übernommen haben, die einst Fachverlage leisteten: Sie redigieren, layouten und publizieren wissenschaftlich evaluiertes Wissen, das dadurch nachprüfbar ein Fachpublikum erreicht. Für die redaktionelle Arbeit von elektronischen Zeitschriften sollten deshalb ebenso standardisiert Publikationszuschüsse beantragt werden können, wie dies für gedruckte Zeitschriften gilt. Elektronischen Publikationen darf nicht länger der Wettbewerb mit gedruckten Zeitschriften verwehrt werden. Vielmehr müssen sie bei gleicher Qualität und Leistungsfähigkeit durch Umschichtung von Fördergeldern in der DFG im selben Maße wie Print-Zeitschriften gefördert werden. Im Gegensatz zu gedruckten Zeitschriften können E-Zeitschriften hierfür ihre Leistungsfähigkeit durch eine exakte Nutzerstatistik belegen, während Print-Zeitschriften ihren Durchdringungsgrad im Fach bislang nur anhand der Reputation der Herausgeber und der Anzahl der verkauften Exemplare hochrechnen.

Um die notwendigen Voraussetzungen für einen funktionierenden Umbau in eine Wissensgesellschaft zu schaffen, ist es geboten, dass die Wissenschaft selbst und in ihrem Rücken die Universität als Institution professionell als Content-Provider auftritt. Neue Formen des Archivierens und Distribuierens von Wissen über Schnittstellen zwischen Rechenzentrum und Universitätsbibliothek sind zu etablieren: die Rolle der Verlage als vermittelnde Zwischenstufe in der traditionellen Form wird es langfristig so nicht mehr geben wird.

In diesem Sinne versteht sich IASLonline als eine Dienstleistung aus der Wissenschaft für die Wissenschaft; denn die Universitäten selbst müssen sich an der Vermittlung und Strukturierung wissenschaftlicher Inhalte im Netz aktiver als bisher beteiligen. Bei Entscheidungen zu Fragen des Open Content und Open Acces – über die künftig wesentlich bestimmt wird, was als öffentliches Wissen gilt und wer überhaupt und unter welchen Bedingungen am (Fach)Wissen einer Gesellschaft teilhat – in dieser Debatte spielen die Institution Universität und insbesondere die Geisteswissenschaften in Deutschland noch eine zu bescheidene Rolle.

Oliver Dürselen/Martin Huber (Hagen)

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Oliver Dürselen, M.A.
FernUniversität in Hagen
Institut für Neuere deutsche und europäische Literatur
Universitätsstraße 11
D-58084 Hagen
oliver.duerselen@fernuni-hagen.de

Prof. Dr. Martin Huber
FernUniversität in Hagen
Institut für Neuere deutsche und europäische Literatur
Universitätsstraße 11
D-58084 Hagen
martin.huber@fernuni-hagen.de

(10. Mai 2005)


[1]

Vgl. <http://www.h-germanistik.de> (27.04.2005) und <http://www.h-net.org> (27.04.2005)

[2]
[3]
[4]
[5]

<http://www.lrz-muenchen.de> (27.04.2005).

[6]

Vgl. zur Definition der durch die Statistik-Software des Servers ausgewerteten Nutzungsparameter <http://www.http-analyze.org/results.html> (05.04.2005).

[7]

Wieviele verschiedene Seiten innerhalb der IASLonline-Homepage allerdings pro Session eingesehen werden, ist nicht nachweisbar.

[8]

Quelle der Graphik: <http://www.iaslonline.de/sys/stat/www2004/frames.html> (05.04.2005). – Das zweite Säulendiagramm von unten gibt hier die für jeden Tag des Monats nachweisbaren Sessions an. Die nummerische Legende am linken Rand der Graphik weist jeweils den Spitzenwert einer Kategorie im angezeigten Monat aus. Deutlich sichtbar ist die im Gegensatz zum restlichen Monat geringere Anzahl von Sessions während der Wochenenden und während der Weihnachtsfeiertage.

[9]

Georg Jäger: Haben wissenschaftliche Zeitschriften eine Zukunft? Und wenn ja: welche? In: G. J. / Roberto Simanowski: Netzkommunikation in ihren Folgen. In: IASLonline. 10.03.2000. <http://www.iaslonline.de/discuss/lisforen/jaegerne.htm> (05.04.2005).

[10]

Dieses Fachreferentengremium besteht zur Zeit aus 63 Personen (Stand: 03.05.2005). Die jeweils aktuelle Liste der Fachreferenten ist zu finden unter <http://www.iaslonline.de/beirat/beirat.htm>.

[11]

Zur Praxis des Peer Review und seiner verschiedenen Ausprägungen in naturwissenschaftlichen, technischen und medizinischen Print- und E-Journals vgl. etwa Andreas Meier: Returning Science to the Scientists. Der Umbruch im STM-Zeitschriftenmarkt unter Einfluss des Electronic Publishing. München: Peniope 2002, Kapitel »8.6 Der Peer-Review-Prozess«, S. 51–68.

[12]

Zur Geschichte des Rezensionswesens, Spezifika der Textsorte und Funktionen des Rezensierens vgl. Martin Huber / Peter Strohschneider / Herfried Vögel: Rezension und Rezensionswesen. Am Beispiel der Germanistik. In: Peter J. Brenner (Hg.): Geist, Geld und Wissenschaft. Arbeits- und Darstellungsformen von Literaturwissenschaft. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1993, S. 271–295.

[13]
[14]
[15]

Benutzt wurde hier die Datenbanksoftware Paradox (Version 1.0 von Borland; das Produkt wurde mittlerweile von Corel übernommen).

[16]

»Optimierung der elektronischen Kommunikation und Wissensvermittlung in literaturwissenschaftlichen Zeitschriften am Beispiel der Fachzeitschrift IASL« (2000/2001) Sachbeihilfe in Höhe von ca. € 25.000.

[17]

Vgl. <http://www.itg.uni-muenchen.de> (05.04.2005).

[18]

Diese ortsunabhängige Zugänglichkeit der Redaktionsdaten ermöglicht dezentrales Arbeiten. Selbst längere Auslandsaufenthalte von Mitgliedern der Redaktion konnten ohne Probleme in den Arbeitsablauf von IASLonline integriert werden.

[19]

Zur Rolle des »Fachreferenten« vgl. noch einmal oben Abschnitt »3. Geschwindigkeit und Qualität«.

[20]

Die Differenzierung zwischen »Gutachter« und »Herausgeber« ermöglicht es, neben dem eigentlichen Herausgebergremium einen davon unabhängigen Kreis von (zum Beispiel externen) Gutachtern zu installieren, der etwa in schwierigen Begutachtungssituationen zur Entscheidungsfindung herangezogen werden kann (Peer Review). Die endgültige Entscheidung über Annahme oder Ablehnung eines Beitrags treffen aber im Zweifelsfall nach wie vor die Herausgeber.

[21]

Zu DocBook vgl. <http://www.docbook.org/> (03.04.2005). Eine Auflistung und detailierte Beschreibung der in DocBook enthaltenen XML-Elemente und -Attribute ist einsehbar für DocBook Version 4.3. unter <http://www.docbook.org/tdg/en/html/docbook.html> (03.04.3005) bzw. für DocBook-Version 5.0 unter <http://www.docbook.org/tdg5/en/html/docbook.html> (03.04.2005).

[22]

Vgl. etwa die Sammlung von XSLT- und DSSSL-Stylesheets unter <http://docbook.sourceforge.net/> (04.04.2005) oder die Auflistung von Stylesheets und Best Practices zu DocBook unter <http://www.dpawson.co.uk/docbook/> (04.04.2005).

[23]

Zentraler Einstiegspunkt für alle Fragen zu XSLT ist die einschlägige Seite des W3C <http://www.w3.org/Style/XSL/> (04.04.2005). Dort finden sich Spezifikationen der XSLT-Sprachfamilie, eine Auflistung wichtiger Tools zur Verarbeitung von XSLT sowie eine Vielzahl von Links zu weiteren Quellen, XSLT-Tutorials etc.

[24]

Vgl. die Homepage von Sablotron unter <http://www.gingerall.org/charlie/ga/xml/p_sab.xml?s=org> (03.04.2005).

[25]

Vgl. <http://www.infinity-loop.de> (03.04.2005) bzw. <http://www.infinity-loop.de/products/upcast/> (03.04.2005). Eine kostenlose Evaluationsversion dieser Software ist downloadbar unter <http://www.infinity-loop.de/products/upcast/downloads.html> (03.04.2005).

[26]

Die Elemente und Attribute des upCast-spezifischen XML-Formats werden aus den Strukturelementen des RTF-Dokuments (Absätze, Tabellen etc.) sowie aus den Namen der im RTF-Dokument verwendeten Dokumentvorlagen generiert: Ein in RTF mit der Formatvorlage »Ueberschrift_1« formatierter Absatz würde zum Beispiel in der XML-Datei folgendermaßen codiert werden: <uc:par class="Ueberschrift_1">[...]</uc:par>.

[27]

»Optimierung der Fachkommunikation in den Geisteswissenschaften durch Entwicklung eines modularen und flexiblen Redaktionssystems am Beispiel der Fachzeitschriften IASLonline und Jahrbuch für Computerphilologie« unter dem Geschäftszeichen 554922(2) Uv München. Personal- und Sachmittel in Höhe von ca. € 100.000.

[28]

Bislang werden alle IASLonline-Beiträge vom Redaktionssystem als statische HTML-Seiten auf den Server des Leibniz-Rechenzentrums (München) gespiegelt.

[29]

Vgl. zu Cocoon <http://cocoon.apache.org/> (04.04.2005).

[30]

Gedacht ist etwa an eine Schnittstelle zur Verarbeitung derjenigen XML-Dokumentformate, die von neueren Versionen gängiger Textverarbeitungssoftware unterstützt werden, so etwa »WordML«, das ab der Version Office 2003 integrierte XML-Format von Microsoft Office, oder das XML-Format der frei im Internet erhältlichen Textverarbeitung OpenOffice. Mit solchen XML-Formaten wäre es möglich, den gesamten Zyklus der Publikationsproduktion in die XML-Welt zu verlagern und den Weg über das bisher aufgrund der leichteren Verarbeitbarkeit benutzte RTF ganz zu vermeiden. Zu den beiden genanten Formaten vgl. <http://xml.openoffice.org/faq.html> (04.04.2005) sowie <http://msdn.microsoft.com/office/default.aspx?pull=/msdnmag/issues/03/11/xmlfiles/toc.asp?frame=true> (04.04.2005). – Entscheidend für die Akzeptanz der neuen Dokumentverarbeitungsroutinen seitens der Autoren, aber auch der das neue CMS benutzenden Redaktion(en) wird es dabei weiterhin sein, in allen Prozessen möglichst nur die Software zu verwenden, die bei allen Beteiligten voraussichtlich die geringsten Umstellungsschwierigkeiten erzeugt.

[31]

Vgl. unter <http://dublincore.org/documents/dcmi-terms/> (05.04.2005).

[32]

Zu OAI vgl. <http://www.openarchives.org/> (03.04.2005), zu SOAP <http://www.w3.org/TR/soap/> (05.04.2005).

[33]

Vgl. hierzu auch Abschnitt »7. Archivierung und Zitierbarkeit – Wider die Vorbehalte gegen das elektronische Publizieren«.

[34]

Vgl. etwa die wohl bekannteste freie Entwicklergemeinde <http://sourceforge.net/> (03.04.2005).

[35]

Auf diese Weise wird die logische Unstimmigkeit vermieden, dass eine nicht-nummerierte Zwischenüberschrift plötzlich implizit zum vorherigen nummerierten Absatz gerechnet werden müsste, obwohl doch eher eine logisch-inhaltliche Verbindung zwischen ihr und dem nach der Überschrift folgenden Absatz besteht. – Eine willkürlich ausgewählte Beispiel-Rezension zur Demonstration der Absatznummerierung ist z.B. unter <http://iasl.uni-muenchen.de/rezensio/liste/Stockinger3476019721_438.html> (21.04.2005) zu finden.

[36]

Allgemeine Hinweise der Redaktion IASLonline zum Zitieren von E-Publikationen aus dem WWW sowie eine Auswahl von Untersuchungen zum Thema sind gesammelt unter <http://www.iaslonline.de/hinweise/intlinks/cite.html> (04.04.2005).

[37]

Ausführungen zum Sammelauftrag der DDB sowie einführende Informationen zur Archivierung von Netzpublikationen finden sich unter <http://www.ddb.de/wir/netzpubl.htm> (04.04.2005). Von dort stammt auch das Zitat.

[38]
[39]

Stand dieser Information: 20.04.2005.

[40]

Die umfassende Implementierung solcher automatisierbarer Schnittstellen ist nach Auskunft der DBB allerdings noch von der Novellierung des Gesetzes über die Deutsche Bibliothek (DBiblG) abhängig (vgl. Anm. 37).

[41]

Vgl. die ausführlichen Informationen der DDB zum Thema URN unter <http://www.persistent-identifier.de/> (04.04.2005) sowie speziell unter <http://www.persistent-identifier.de/?link=204> (04.04.2005). Von dort stammt auch das Zitat.

[42]

Zur technischen Implementierung von OAI-PMH 2.0 und xepicur durch die DDB vgl. <http://www.persistent-identifier.de/?link=200> (05.04.2005).

[43]

Etwa über einen URN-Resolver im Internet, aber auch über ein geeignetes Browser-Plugin. Für URNs aus dem Namensraum »nbn« lautet die URL des im Internet zugänglichen URN-Resolvers allgemein: <http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=[URN_des_gewünschten_E-Dokuments]> (04.04.2005). – Eine Demonstration des URN-Resolvers der DDB findet sich unter <http://www.persistent-identifier.de/?link=610> (15.04.2005).

[44]

<http://www.lirez.de> (27.04.2005)

[45]
[46]

<http://www.bsz-bw.de> (27.04.2005)

[47]
[48]

Nähere Informationen bietet der Projektbericht von Volker Michel unter <http://www.computerphilologie.uni-muenchen.de/jg04/michel.html> (27.04.2005)