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An der Entwicklung neuer Formen des Textzugriffs, die durch digitale Bibliotheken möglich geworden sind, hat die Germanistik bislang nur wenig Anteil genommen. Einer der Gründe dafür ist der Mangel an brauchbaren Texten in deutscher Sprache. Nun ist eine neue CDROM erschienen, die verspricht diesen Mangel zu beheben. Die CDROM trägt, wie bereits einige andere Projekte, einen Namen, der großes verheißt: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka. Anders als die Konkurrenz löst dieses Produkt das Versprechen aber auch wirklich ein. Über 70.000 Textseiten von über 60 Autoren sind auf der CD enthalten und sollen den Kanon der deutschen Literatur von der Aufklärung bis zur Moderne repräsentativ erfassen: |
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| Die Auswahl konzentriert sich auf die poetischen Werke der Dichter, und - das zeigen die Stichproben - es ist dem Herausgeber meistens gelungen, eine überzeugende Selektion vorzunehmen. Die Prinzipien der Textauswahl sind recht transparent. Vollständigkeit wurde nicht angestrebt, sondern vom poetischen Werk der gewählten Autoren sollte möglichst alles, was sich noch in der (literaturwissenschaftlichen) Diskussion befindet, vorhanden sein; das kritische Werk wurde nur in den Fällen berücksichtigt, wo es ganz zentral zum Autorkorpus zu rechnen ist, z.B. Schillers ästhetische Schriften oder Herders Aufsätze (Beispiele zur Textauswahl).Wie der Berliner Germanist Mathias Bertram, der die Textauswahl zu verantworten hat, selbst in seinem Vorwort betont, wird seine Auswahl immer einige unbefriedigt lassen. So fehlen neben den von ihm erwähnten Lyrikern Rückert und von Platen, auch Essayisten wie Ludwig Börne oder die kanonisierte Trivialliteratur von Kotzebue bis Karl May. Die Auswahl der modernen Autoren scheint eine morbide Vorliebe für Frühverstorbene wie Kafka und Trakl zu zeigen, während Benn oder Musil fehlen. Die Herausgeber machen kein Geheimnis aus dem Umstand, daß in diesen Fällen die Copyright-Gesetze eine Rolle gespielt haben. Kafkas Schriften sind schon frei, während Benn und Musil noch geschützt sind. Der beeindruckend günstige Preis hätte sich bei einer anderen Vorgehensweise aber wohl kaum halten lassen. Auch die Auswahl aus dem Werk eines Autors mag im Einzelfall zu diskutieren sein. Warum fehlen z.B. gerade die Gedichte Fontanes? Aber solche Kleinigkeiten verblassen angesichts der ungeheuren Textmenge, die hier mit einem Schlag zur Verfügung gestellt wird, zur Bedeutungslosigkeit. | |
| Ein großer Vorteil der Digitalen Bibliothek ist Verwendung und
Nachweis zitierfähiger Ausgaben. Es
handelt sich in den meisten Fällen um die modernisierten Standardausgaben
der Klassiker aus den Verlagen Hanser, Winkler, Aufbau, Insel, die in den
Bücherschränken von Germanisten zu finden sind. Die Benutzeroberfläche
kann so eingestellt werden, daß die Bandangabe und Seitenzählung
der Vorlage eingeblendet wird und die Fundstellen somit also sofort zitiert
werden können. Allerdings haben die Copyright-Gesetze auch hier mitgewirkt:
der Verlag konnte nicht immer die neueste Auflage wählen. So liegt
den Goethetexten z.B. die Hamburger Ausgabe von 1959 zugrunde oder der
Fontaneauswahl die Ausgabe von Peter Goldammer u.a. im Aufbau-Verlag von
1973. Hat sich nun in den neueren Drucken dieser Ausgabe der Satzspiegel
verschoben, wie z.B. im Falle der Fontane-Texte, wird man die Passage nicht
in seiner Druckausgabe finden - zitieren kann man aber auch aus der elektronischen.
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| Die Texte sind ungekürzt und unbearbeitet wiedergegeben, dadurch
sind notwendigerweise Inkonsistenzen der Schreibung innerhalb der Ausgabe
entstanden, die bei der Suche nach Worten berücksichtigt werden müssen;
man muß sowohl nach "Sein" als auch nach "Seyn" recherchieren. Die
Fehlerquote im Vergleich zur gedruckten Vorlage wurde im Rahmen der vorliegenden
Rezension nicht überprüft. Aus nicht ganz verständlichen
Gründen wurde auf die Wiedergabe von Abbildungen verzichtet. Passagen
in griechischer Schrift sind transkribiert worden.
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Oberfläche und Navigation |
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Das Erschließungsprogramm ist mir unbekannt und scheint eine
Eigenentwicklung zu sein. Das merkt man dem Programm im Guten wie im Schlechten
an. Vor allem im Guten. Die Oberfläche ist einfach gehalten und ermöglicht
eine schnelle Orientierung ohne großen Lernaufwand. Wie die
Illustration zeigt (wenn Sie mehr von den Illustrationen sehen wollen,
können Sie sie durch einen Doppelklick vergrößern), besteht
der Bildschirm prinzipiell aus zwei Hälften. Links befindet sich das
Funktionsregister. Über die Karteireiter kann man dort zwischen den
sechs Ansichten "Inhalt", "Suche", "Stellen", "Themen", "Notizen", "Diverses"
wählen. Rechts steht immer die im Inhalt gewählte Textseite.
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| Zur Lektüre kann man sich mittels des Inhaltsverzeichnisses schnell
durch den Text bewegen. Die Autorenliste ist alphabetisch sortiert und
innerhalb eines Autorkorpus sind die Texte nach Gattungen gegliedert. Wie
von dem Windows 95 Explorer gewohnt, kann man ein +-Zeichen neben den Einträgen
zur genaueren Darstellung aufblenden oder die unteren Hierarchie-Ebenen
wegblenden.
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Besonders gelungen sind die Programm-Möglichkeiten zur Lektüre im Text. Man kann das Funktionsregister ausblenden und auf diese Weise zwei Textseiten anzeigen lassen. Zur besseren Orierentierung lassen sich sogar noch mehr Textseiten (8, 16, 24 usw.) darstellen. Die Schrift der einzelnen Seite ist dann zwar bald so klein, daß man nichts mehr lesen kann, aber durch das Hinzuschalten einer Lupe läßt sich immer eine Seite auf Lesegröße heranholen. Auf diese Weise haben die Entwickler eines der großen Probleme elektronischer Editionen elegant gelöst: Wie kann man sich im digitalen Medium über seine Position im Text orientieren? Die grobe Positionsinformation kann man außerdem einem Schieberegler entnehmen, der die Seitenlage im jeweils geöffneten Text anzeigt. |
| Hat man Probleme mit der Verwendung des Programms, kann man über
F1 die kontextsensitive Hilfe aufrufen. Ansonsten findet man das etwas
versteckte Hilfeprogramm im Menüpunkt "Diverses", in dem sich die
Druck- und Darstellungsoptionen befinden. Die Hilfefunktion bietet knapp
aber erschöpfend Auskunft über alle Aspekte des Programms und
ersetzt ein umfangreicheres gedrucktes Handbuch. Das mitgelieferte CD-Büchlein
beschreibt auf 12 Seiten Konzeption und grundlegende Verwendungsweise der
Edtion. Um dem Computernovizen den Umgang mit der elektronischen Edition
schneller zu vermitteln, wurden in die Hilfefunktion filmähnliche
Aufzeichnungen von Arbeitsabläufen integriert. Allerdings konnte der
Rezensent auf einem Rechner den Film zwar sehen, ohne etwas zu hören,
während auf einem anderen PC eine freundliche Stimme etwas erklärte,
das nicht zu sehen war. Microsofts Camcorder, mit dem die Animation erstellt
wurde, scheint etwas Probleme mit Microsofts Betriebssystem zu haben.
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Suchen |
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| Doch elektronische Bücher sind nur in den seltensten Fällen zur Lektüre geeignet. Die digitale Edition erlaubt einen Zugriff auf den Text, der das Lesen nicht überflüssig macht, sondern es vorbereitet oder die Überprüfung von Lektürehypothesen erlaubt. Diese Einstellung zum E-Text teilen auch die Macher der CDROM, die sich damit wohltuend von anderen Produzenten, z.B. denen der ersten Reclam-CDs, absetzen: | |
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Es kann daher gar nicht genug betont werden, daß vor allem die Such- und Recherchemöglichkeiten über die Brauchbarkeit eines E-Textes entscheidet. Die Macher der Digitalen Bibliothek bieten gleich zwei mächtige Suchmethoden an: eine "Normalsuche" und eine "Themensuche". Die Normalsuche erlaubt die Recherche nach einer Zeichenkette oder mehreren Zeichenketten, die mittels Boolescher Operatoren kombiniert werden können. Anstelle der definiten Zeichenkette kann man auch Platzhalter für Einzelzeichen oder Gruppen verwenden, wie sie vielen schon von ihrem Betriebssystem DOS bekannt sind (* für ein oder mehrere beliebige Zeichen, ? für ein beliebiges Zeichen). Der Benutzer kann auch auswählen, wo er suchen will: im ganzen Text, nur im Werk eines Autors, nur in einer Gattung des Werks eines Autors usw. Da die Verwendung Boolescher Operatoren wie UND oder ODER nicht jedermanns Sache ist, wird der Abfrage-Assistent, in den man die gesuchten Begriffe nur noch eintragen muß, vielen willkommen sein. Eine Wortliste mit den überhaupt im Korpus vorhandenen Worten steht für die Formulierung der Abfragen nicht zur Verfügung. |
| Mit der Kombination von Booleschen Operatoren und Platzhaltern lassen sich bereits recht komplexe Abfragen formulieren. Da die Schreibung der Texte nicht normiert ist, wird man sich sehr bald dieser Möglichkeiten bedienen, um seinen Suchauftrag so zu formulieren, daß die Worte in allen vorkommenden Schreibungen gefunden werden (so findet man nur z.B. mit der Abfrage "Toren ODER Thoren" alle Fundstellen). Werden Kollokationen gesucht (z.B. "Herz UND Schmerz"), kann man den Abstand festlegen, den die beiden Worte von einander haben müssen, damit die Stelle noch als Treffer gilt. Insgesamt also eine sehr leistungsfähige, wenn auch nur mäßig schnelle Suchmaschine. | |
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Neben dieser Normalsuche gibt es noch eine "Themensuche", wie die Produzenten der Digitalen Bibliothek ihre innovatorische Suchmaschine genannt haben. Der Anwender kann in ein Textfenster eine Reihe von Begriffen notieren, jeweils einen in eine Zeile. Die anschließende Suche ermittelt alle Treffer, in denen alle oder einige der Begriffe vorkommen. Die Besonderheit liegt darin, daß nicht alle Begriffe gefunden werden müssen und somit unscharfe Suchen möglich werden (Ein Verfahren, das sich bereits bei den Internet-Suchmaschinen bewährt hat). Die Reihenfolge, in der die Suchbegriffe in der Liste stehen, gewichtet zugleich die Begriffe (Oben ist wie immer wichtiger). Nimmt man noch hinzu, daß nicht nur nach Worten gesucht, sondern die komplexe Suchsyntax der Normalsuche einschließlich Boolescher Operatoren und Platzhalter verwendet werden kann, so wird deutlich, welch mächtiges Instrument hier zur Verfügung gestellt wird. Allerdings scheint es ein technisches Problem zu geben: Das Programm bricht im Fenster der Themensuche jede längere Zeile für die Bildschirmdarstellung um. Dadurch werden aber die Teile, die in die nächste Zeile gesetzt werden, ungewollt zu einer eigenen Abfragezeile. Bis dieses Programm-Problem beseitigt ist, kann man nur relativ kurze Abfragen formuieren (Die Normalsuche ist davon nicht betroffen). Die Einheit, in der sich die Worte befinden müssen, um als Treffer zu gelten, kann vom Benutzer gewählt werden: Als Einstellungen sind eine oder mehrere Seiten sowie Bücher möglich. Insgesamt kann man sagen: Die Beherrschung der Themensuche will erst erlernt sein; eine Vorselektion von Texten aus dem Korpus läßt sich aber recht schnell erreichen. |
| Die Ergebnisse der Suche werden in einer Trefferliste angezeigt, die eine schnelle Navigation von einem Fundort zum nächsten erlaubt. Bei komplexen Suchen mit mehreren Worten wird allerdings immer nur eines der Worte farbig hervorgehoben, was die Auswertung erschwert. Die Fundstellen eines Suchvorgangs lassen sich angenehmer Weise zu den Ergebnissen einer früheren Suche hinzufügen. Auf diese Weise lassen sich komplexe Treffermengen aufbauen, die auch abgespeichert und wieder geladen werden können. Die Trefferliste der Themensuche zeigt außerem noch in einer Prozentzahl an, wie gut der entsprechende Eintrag als Treffer ist. Leider kann man seine Fundstellenliste nur erweitern. Wünschenswert wäre bei einer solchen Menge Text, eine schrittweise Verkleinerung der Ergebnismenge, indem man nur in den Texten mit den Fundstellen suchen kann. | |
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Angesichts von 70.000 Seiten diverser Textsorten aus über 150
Jahren ist es als wesentliche Einschränkung zu werten, daß der
Benutzer diese Menge nur nach Autoren segmentieren kann. Man kann zwar
nach Worten im vorhandenen Werk Goethes suchen, nicht aber nur in allen
lyrischen Texten auf der CD oder nur in Texten vor 1790. Um es präziser
zu formulieren: Technisch ist auch eine Suche in allen lyrischen Texten
möglich. Dazu muß man in allen lyrischen Texten Brentanos suchen.
Dieser Treffermenge fügt man dann die Ergebnisse einer Suche in der
Lyrik Bürgers hinzu, dann Droste-Hülshoff, Eichendorff, Gellert
usw. So kommt man ebenfalls irgendwann ans Ziel - aber dieses Verfahren
ist doch sehr mühsam. Gerade für solche geistlosen Wiederholungen
ist der Computer doch eigentlich wie geschaffen. Hier hätte man sich
andere Segmentierungsmöglichkeiten gewünscht, insbesondere da
die dazu notwendigen Informationen, also Gattung oder Entstehungszeit,
bereits in der Ausgabe vorhanden sind. Andere Editionen, wie z.B. die Weimarer
Ausgabe der Werke Goethes von Chadwyck-Healey, lassen Abfragen auf fast
alle strukturellen Informationen zu - wenn auch oft nur in einem sehr komplexen
Expertenmodus. Und wenn wir schon bei den Wünschen sind: Die Verwendung
regulärer Ausdrücke
in der Abfrage würde gerade die Suche nach alternativen Schreibungen
vereinfachen.
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Exportfunktion |
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| Die Exportfunktion ist der schwächste Teil des Programms. Das beginnt bereits bei der Markierung von Passagen, um sie dann in eine Textverarbeitung zu kopieren. Hier scheint die Seitenorientierung des Programms zu stören, die z.B. die Konkordanz mit den gedruckten Vorlagen so einfach macht. Man kann nämlich einen Abschnitt nicht über die Seitengrenze hinweg markieren. Vielmehr muß man dann zweimal markieren und kopieren, für jede Seite einmal: unerfreuliche Repetitionen, die eigentlich der Rechner erledigen sollte. Die Ergebnislisten lassen sich samt Werksigle und Seitenangabe abspeichern, aber nicht die gefundenen Textstellen selbst. Wünschenswert wäre hier die Möglichkeit, das gefundende Wort mit einem definierbaren Kontext samt Stellenangabe in eine Datei abzuspeichern. | |
| Völlig unmöglich scheint der Export ganzer Texte zu sein.
Was wiederum eine erhebliche Einschränkung bedeutet. Elektronische
Texte bestehen ja aus zwei Komponenten: dem Text und der Software, mit
der man den Text liest und auswertet. Eine enge Verschmelzung des Textes
mit dem Programm hat den Vorteil, daß der Anwender schnell und einfach
auf den Text zugreifen kann. Der Nachteil besteht darin, daß der
elektronische Text genau so lange verwendbar ist, wie das Programm noch
kompatibel zu Hardware und Betriebssystem ist. Deshalb wurde für die
Auszeichnung literarischer Texte von der Text
Encoding Initiative ein unabhängiger Auszeichnungsstandard
entwickelt. Allerdings ist Software, die diesen Standards unterstützt,
noch immer selten und auch teuer. Ein weiterer Standard des Datenaustausches
ist der ASCII-Zeichensatz. Dieser hat allerdings den Nachteil, Strukturinformationen
nicht von Textinformationen zu unterscheiden. Es ist eine deutliche Einschränkung,
daß der Export von ganzen Texten in mindestens eines dieser Standardformate
nicht möglich ist. Dadurch wird der Anwender auf die elektronischen
Textauswertungsmöglichkeiten eingeschränkt, die das Programm
ihm bietet. Texte für weitergehende Untersuchungen, zum Beispiel für
die computergestützte Stilanalyse, muß sich der Literaturwissenschaftler
dann andersorts besorgen.
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Fazit |
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Die Digitale Bibliothek bietet mit ihrer beeindruckenden Textmenge
einen brauchbaren Querschnitt durch die deutsche Literatur von der Aufklärung
bis zur klassischen Moderne. Die leicht erlernbare Oberfläche ist
auf die Bedürfnisse und Kenntnisse von Philologen zugeschnitten und
ermöglicht wohl auch dem Computerlaien sehr bald ein effektives Arbeiten.
Leistungsfähige und innovative Konzepte zur Erschließung elektronischer
Texte heben die CDROM weit über den Standard augenblicklich verfügbarer
digitaler Editionen für Germanisten. Neben einer Reihe kleinerer Einschränkungen,
von denen die knappe Zeilenbegrenzung in der Themensuche die gravierendste
ist, muß vor allem die dürftige Exportfunktion bemängelt
werden. Aber allein die Tatsache, daß mit einem Schlag und zu so
einem Preis eine solche Menge der wichtigen Texte der neueren deutschen
Literatur elektronisch zur Verfügung steht, hat das größte
Handicap der Computerphilologie in diesem Land beseitigt: den Mangel oder
die Unerreichbarkeit der Texte für den Literaturwissenschaftler. Man
wird sehen, welche Folgen das hat.
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Daten |
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| Verlag: DirectMedia Publishing GmbH
Systemvoraussetzungen: PC ab 486; 8 MB RAM, Grafikkarte ab 640x480, 256 Farben, CDROM-Laufwerk, MS-Windows (3.11, 95, NT) Preis: CDROM 99.- DM, DVD 148.- DM Handbuch 12 S.
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